Pfefferspray-Einsatz in Erfurter Disco: 37 Personen betroffen
In einer Diskothek auf dem Erfurter Anger kam es in der Nacht zu Sonntag zu einem Streit mit Pfefferspray-Einsatz. Mehr als 30 Personen wurden verletzt.

Großeinsatz auf dem Anger: Pfefferspray-Streit in Erfurter Club
In einer Diskothek auf dem Anger in Erfurt ist in der Nacht zu Sonntag ein Streit eskaliert, bei dem Pfefferspray eingesetzt wurde. Wie BILD berichtet, rückte daraufhin ein Großaufgebot aus Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei aus.
Nach bisherigen Erkenntnissen gerieten zunächst vier Gäste innerhalb des Clubs aneinander. Dabei kam nach Angaben der Behörden offenbar Pfefferspray zum Einsatz. Da die genaue Zahl der Betroffenen zunächst unbekannt war, wurde vorsorglich ein „Massenanfall von Verletzten" ausgerufen.
„Es gab in der Diskothek einen Streit unter vier Personen, bei dem wohl auch Pfefferspray zum Einsatz kam", erklärte ein Sprecher der Erfurter Polizei gegenüber BILD. Die Polizei war mit schätzungsweise 30 Beamten und mehreren Kommandos vor Ort. Auch die Berufsfeuerwehr, mehrere Rettungswagen sowie der Sanitäts- und Betreuungszug des Katastrophenschutzes wurden eingesetzt. Die Einsatzleitung lag bei der Feuerwehr.
Insgesamt waren laut Feuerwehr 37 Personen betroffen. Ein Teil der Betroffenen litt nach Polizeiangaben unter Atemwegs- und Augenreizungen. Eine Person musste vorsorglich in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Zahlreiche Beteiligte und Zeugen wurden noch am Einsatzort befragt.
Die Lage blieb auch nach dem Vorfall angespannt: Vor dem Eingang der Diskothek kam es wiederholt zu verbalen Auseinandersetzungen unter Gästen, die den Club verlassen mussten. Die Polizei musste mehrfach eingreifen, um Streithähne zu trennen. Besucher wurden aufgefordert, den Anger zu verlassen – einige folgten den Anweisungen nur widerwillig. Festnahmen gab es nach Polizeiangaben jedoch keine.
Die Ermittlungen laufen nun an. Die Polizei muss klären, wie der Streit entstanden ist und wer das Pfefferspray eingesetzt hat. Die Diskothek schloss im Anschluss an den Einsatz.
Source: BILD