Ex-Teamleiter der Deutschen Bank gesteht Veruntreuung von Kundengeldern in Frankfurt
Ein früherer Teamleiter der Deutschen Bank soll Kunden um sechsstellige Summen geschädigt haben. Die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft klagt vier Ex-Mitarbeiter an.

Prozess gegen ehemalige Deutsche-Bank-Mitarbeiter in Frankfurt
Vor dem Landgericht Frankfurt wird seit Dienstag ein Fall verhandelt, der die Kontrollmechanismen im Privatkundengeschäft der Deutschen Bank grundlegend in Frage stellt. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, hat ein früherer Teamleiter des Instituts Kunden um sechsstellige Summen gebracht – und dabei offenbar über Jahre hinweg interne Kontrollen umgangen.
Die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft klagt insgesamt vier frühere Mitarbeiter der zweitgrößten deutschen Bank an. Der mutmaßliche Gesamtschaden soll sich im Millionenbereich bewegen. Die Ermittlungen zogen sich über viele Jahre hin, bevor es nun zur Anklage kam.
Der Fall fällt in eine Zeit, in der die Deutsche Bank mit dem Slogan „Vertrauen war schon immer der Anfang von allem" für sich wirbt – einem Satz, den manche noch aus den 1990er-Jahren kennen. Die Anklage richtet sich diesmal nicht gegen das riskante Investmentbanking, sondern gegen das als solide geltende Privatkundengeschäft. Ob es sich um einen Einzelfall handelt oder ob die internen Kontrollen des größten deutschen Kreditinstituts grundsätzlich versagen, soll der Prozess klären.
Source: Süddeutsche Zeitung