Falsche Vergewaltigungsvorwürfe: Miriam A. gesteht erfundene Anschuldigungen in Braunschweig

Miriam A. gestand vor Gericht in Braunschweig, dass sie Vergewaltigungsvorwürfe gegen ihre Freundin und deren Eltern frei erfunden hatte. Alle drei waren zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden.

Falsche Vergewaltigungsvorwürfe: Miriam A. gesteht erfundene Anschuldigungen in Braunschweig

Geständnis in Braunschweig: Falschaussagen führten zu jahrelanger Haft

Miriam A. hat vor einem Gericht in Braunschweig gestanden, dass sie Vergewaltigungsvorwürfe gegen ihre Freundin Josephine R. sowie deren Eltern vollständig erfunden hatte. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, waren alle drei Beschuldigten aufgrund dieser Aussagen zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden.

Die beiden Frauen lernten sich im Dezember 2020 in einer psychiatrischen Klinik im niedersächsischen Liebenburg kennen. Miriam A., damals 26 Jahre alt, befand sich wegen mehrerer psychischer Erkrankungen auf der Station 7a, darunter eine Essstörung. Die vier Jahre jüngere Josephine R. litt ebenfalls an diversen psychischen Problemen. Die beiden teilten sich ein Zimmer, tauschten tiefste Geheimnisse aus und wurden nach eigenen Angaben gegenüber der Polizei an Silvester 2020 ein Paar.

Jahre nach den ursprünglichen Anschuldigungen räumte Miriam A. nun ein, dass ihre Aussagen gegenüber den Ermittlungsbehörden frei erfunden gewesen seien. Die Falschaussagen hatten schwerwiegende Konsequenzen für die Verurteilten, die aufgrund der konstruierten Vorwürfe ihre Freiheit verloren hatten.

Source: Süddeutsche Zeitung

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