Russischer Mordplan gegen deutschen Rüstungschef: Nowitschok im Einsatz geplant

Stefan Thumann, Chef von Donaustahl, lebt an geheimen Orten unter Bewachung. Ein russischer Geheimdienst-Mordplan soll ihn als Ziel haben.

Russischer Mordplan gegen deutschen Rüstungschef: Nowitschok im Einsatz geplant

Rüstungsunternehmer Thumann lebt versteckt – Nervengift Nowitschok war offenbar geplant

Stefan Thumann, Geschäftsführer des Rüstungsunternehmens Donaustahl, wird rund um die Uhr bewacht und hält sich an wechselnden Geheimorten auf. Wie 20 Minuten unter Berufung auf die Bild berichtet, warnten deutsche Behörden Thumann kurz vor Weihnachten 2025, dass er möglicherweise in Lebensgefahr schwebe. Wenige Tage danach wurde ein erster Verdächtiger festgenommen.

In einer Podcast-Aufnahme mit Bild-Vize Paul Ronzheimer sagte Thumann lediglich, er befinde sich in einer deutschen Großstadt. Den genauen Aufenthaltsort will er nicht preisgeben. Seine offiziellen Anschriften seien zu sogenannten „Honeypots" umgebaut worden – gezielt überwachten Orten, die potenzielle Agenten in eine Falle locken sollen. Seine Familie habe er seit Monaten nicht gesehen.

Die festgenommenen Agenten hätten laut Thumann herausfinden sollen, wo er sich aufhält. Anschließend sei ein Giftanschlag geplant gewesen. Aus dem Bundestag habe er später erfahren, dass möglicherweise das Nervengift Nowitschok zum Einsatz kommen sollte.

Thumann nimmt die Bedrohung nach eigenen Angaben ernst: Einer seiner Personenschützer habe sich zusätzlich auf Vergiftungen schulen lassen. Er habe sein Testament gemacht, eine Organspende-Erklärung abgegeben und eine Patientenverfügung erstellt. «Mein Tod ist in dieser Geschichte zumindest einkalkuliert», sagte Thumann.

Sein Unternehmen Donaustahl liefert unter anderem Kampfdrohnen an die Ukraine, als Abnehmer nennt er die ukrainische Einheit «Kraken». Den Begriff «hybrider Krieg» lehnt Thumann inzwischen ab. «Deutschland und Russland befinden sich im Krieg», sagte er. Russische Sabotageakte gegen Deutschland bezeichnet er als «ganz normale Kriegsakte».

Source: 20 Minuten

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