Tödlicher Silvesterraketen-Brand in Würzburg: 42-Jähriger vor Gericht
Ein Mann steht am 14. Oktober wegen fahrlässiger Tötung vor dem Amtsgericht Würzburg. Eine 88-jährige Seniorin starb in der Silvesternacht an Rauchvergiftung.

Anklage nach Silvesterfeuer: 88-Jährige stirbt an Rauchvergiftung
Mehr als zehn Monate nach einem tödlichen Wohnungsbrand in der Silvesternacht in Würzburg muss sich ein 42-jähriger Mann vor dem Amtsgericht verantworten. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, wirft die Staatsanwaltschaft dem Angeklagten fahrlässige Tötung und fahrlässige Brandstiftung vor. Der Prozesstag ist für den 14. Oktober angesetzt, neun Zeugen wurden geladen.
Der Mann soll eine Silvesterrakete mit einem gebrochenen Holzstab aus der Hand heraus gezündet haben – entgegen jeglicher Sorgfaltspflicht. Das Geschoss traf den Balkon im ersten Stock eines Mehrfamilienhauses und löste dort einen Brand aus. Die Flammen griffen anschließend auf die Wohnung selbst über.
Rettungskräfte fanden die 88-jährige Eigentümerin bewusstlos in den verrauchten Räumen. Sie wurde sofort ins Freie gebracht und medizinisch versorgt, starb jedoch noch in der Nacht an einer Rauchvergiftung.
Die Ermittler hatten den Verdächtigen durch Zeugenaussagen von Anwohnern sowie die Auswertung von Videoaufnahmen aus der Silvesternacht identifiziert. Neben dem jetzt Angeklagten gab es einen weiteren Tatverdächtigen, dessen Beteiligung jedoch nicht hinreichend nachgewiesen werden konnte. Das Amtsgericht hat bislang nur einen einzigen Verhandlungstag festgesetzt.
Source: Süddeutsche Zeitung