ChatGPT meldet Mordplan an FBI: Goldman-Sachs-Analyst in Florida verurteilt

Ein 25-jähriger Analyst schilderte ChatGPT detailliert seine Pläne, eine Ex-Freundin zu entführen und zu töten. OpenAIs KI alarmierte das FBI – der Mann wurde zu acht Jahren Bewährung verurteilt.

ChatGPT meldet Mordplan an FBI: Goldman-Sachs-Analyst in Florida verurteilt

ChatGPT gibt Mordpläne ans FBI weiter – Ex-Freundin in Florida gerettet

ChatGPT hat das FBI auf einen detaillierten Entführungs- und Mordplan hingewiesen und damit nach Angaben von BILD das Leben einer 21-Jährigen gerettet. Darren Shida Zhou, 25 Jahre alt und zu diesem Zeitpunkt Analyst bei Goldman Sachs, hatte der KI präzise beschrieben, wie er seine Ex-Freundin aus Lake Worth Beach in Florida abfangen, vergewaltigen und töten wollte. „Wenn ich sie nicht haben kann, soll sie niemand haben", schrieb Zhou an das System.

Die Frau hatte die Beziehung telefonisch beendet, weil sie Zhous Reaktion fürchtete. Das berichtet die Palm Beach Post unter Berufung auf Gerichtsdokumente.

In seinen Nachrichten an ChatGPT notierte Zhou die Interessen seiner Ex-Freundin, die Orte, die sie regelmäßig aufsuchte, und seine Eifersucht. Er beschrieb konkret, wie er sie vor einem Fitnessstudio abpassen wollte, und schrieb von Waffen sowie seinen Absichten: „Wenn sie mir keine zweite Chance gibt, werde ich sie vergewaltigen und töten und dann mich selbst."

Die Sicherheitssysteme von OpenAI, dem Betreiber von ChatGPT, erkannten die bedrohlichen Inhalte. Ein Mitarbeiter wertete das Material aus und meldete es dem FBI. Die Bundespolizei leitete die Gesprächsprotokolle an Ermittler in Palm Beach weiter, die darin einen konkreten Mordplan sahen.

Zhou wurde verhaftet und gestand. Er räumte zudem ein, seine Ex-Freundin nach der Trennung wiederholt über wechselnde Telefonnummern und soziale Medien belästigt zu haben. Die Staatsanwaltschaft klagte ihn wegen Stalkings, schriftlicher Todesdrohungen und der Nutzung eines Kommunikationsmittels zur Vorbereitung einer Straftat an.

Der zuständige Richter verurteilte Zhou zu acht Jahren Bewährung. Er darf keinen Kontakt zu seiner Ex-Freundin aufnehmen, keine Schusswaffen besitzen und muss zwei Jahre lang eine elektronische Fußfessel tragen. Goldman Sachs entließ ihn.

Zhous Verteidiger erklärte, sein Mandant habe eine schwere psychische Krise durchgemacht. ChatGPT war in der Vergangenheit wiederholt dafür kritisiert worden, bei bedrohlichen Nachrichten nicht zu reagieren.

Source: BILD