Führerscheinloser Italiener in Schüpfen verurteilt: 7000 Franken Strafe

Ein Italiener aus dem Seeland baute an seinem 28. Geburtstag ohne Führerschein einen Unfall in Schüpfen – und log die Polizei an. Die Berner Staatsanwaltschaft verurteilte ihn zu 7000 Franken.

Unfall in Schüpfen, Lügen gegenüber der Polizei – und ein Kontrolleur bedroht

Wie Google News CH — Crime (de) berichtet, hat die Berner Staatsanwaltschaft einen im Seeland wohnhaften Italiener per Strafbefehl verurteilt – wegen Fahrerflucht, Irreführung der Polizei und Bedrohung eines Zugkontrolleurs.

Der Vorfall ereignete sich an einem Samstag im April, ausgerechnet am 28. Geburtstag des Beschuldigten. Obwohl ihm der Führerschein entzogen worden war, fuhr er in Schüpfen von der Fahrbahn ab, missachtete ein Stoppschild und geriet ungebremst auf die Gegenspur, wo er eine Böschung hinaufprallte. Eine entgegenkommende Autofahrerin konnte noch rechtzeitig bremsen und eine Kollision verhindern.

Anstatt die Polizei zu kontaktieren, fuhr der Mann mit dem schwer beschädigten Fahrzeug bis zu einem nahe gelegenen Parkplatz. Auf Nachfrage der Behörden bestritt er jede Beteiligung am Unfall. Im Strafbefehl wird ihm neben dem «krass regelwidrigen Verhalten» auch vorgeworfen, sich durch die Flucht einem Atemalkoholtest entzogen zu haben, der mutmasslich seine Fahruntüchtigkeit belegt hätte.

Wenige Wochen vor dem Unfall war der Beschuldigte bereits in einem Zug der BLS von Biel nach Bern aufgefallen. Ein Begleiter hatte kein Ticket; der Mann wollte es nachträglich über eine App lösen. Als der Zugkontrolleur erklärte, dies sei nach Abfahrt nicht mehr möglich, eskalierte die Situation: Der Beschuldigte beschimpfte den Mitarbeiter auf Deutsch und Italienisch als «Arschloch» und drohte, ihm «das Leben zur Hölle» zu machen.

Die Staatsanwaltschaft sprach ihn der Beschimpfung und Bedrohung eines Beamten sowie mehrfacher Verstösse gegen das Strassenverkehrsgesetz schuldig. Das Urteil umfasst eine Geldstrafe von 75 Tagessätzen à 80 Franken, eine Busse von 500 Franken sowie Verfahrenskosten von ebenfalls 500 Franken. Insgesamt hat der Mann 7000 Franken zu bezahlen.

Source: Google News CH — Crime (de)

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