Schüsse auf Rave in Aarau: 22-jährige Italienerin tot, fünf Verletzte

Bei einem Rave auf einer Pferderennbahn in Aarau fielen Schüsse – eine 22-Jährige starb, fünf weitere Personen wurden verletzt. Die Täter sind flüchtig.

Schüsse auf Rave in Aarau: 22-jährige Italienerin tot, fünf Verletzte

Tödliche Schüsse auf Rave-Event in Aarau – Kantonspolizei fahndet ohne heiße Spur

Wie Google News AT — Crime (de) berichtet, ist beim einem Rave in Aarau im Schweizer Kanton Aargau am frühen Sonntagmorgen eine 22-jährige Italienerin durch Schüsse getötet worden. Fünf weitere Personen – vier Männer und eine Frau im Alter von 24 bis 27 Jahren – wurden teils schwer verletzt.

Ein Sprecher der Kantonspolizei Aargau erklärte bei einer Pressekonferenz am frühen Nachmittag, dass die Spuren- und Beweissicherung auf Hochtouren laufe. Zum Aufenthaltsort der Täterschaft gebe es derzeit keine Erkenntnisse. „Aufgrund der ganzen Situation schließen wir aber aus, dass die Täterschaft wieder irgendwo aktiv werden könnte und zu einer neuen Gefahr werden könnte", sagte der Sprecher. Auch zu Urhebern oder Motiv lägen noch keine gesicherten Erkenntnisse vor. Es müsse davon ausgegangen werden, dass eine „größere Zahl" Schüsse gefallen sei.

Das Todesopfer ist laut der italienischen Regierung eine Staatsbürgerin Italiens. Das Außenministerium in Rom teilte mit, dass zwei weitere Italiener leicht verletzt worden seien. Die Schweizer Behörden bestätigten, alle Opfer hätten ihren Wohnsitz in der Schweiz. Aarau liegt rund 40 Kilometer westlich von Zürich.

Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni sprach den Angehörigen der 22-Jährigen ihr tiefstes Beileid aus. Ihre Gedanken seien auch bei den Verletzten und allen weiteren Betroffenen, teilte ihr Büro mit.

Tatort war ein Rave-Event auf einer Pferderennbahn. Die Veranstalter hatten rund 3.500 Besucher erwartet; wie viele Personen zum Zeitpunkt der Schüsse auf dem Gelände waren, blieb zunächst unklar. Das Event war im Vorfeld als „größter Rave in der Nordwestschweiz" beworben worden. Die Schüsse fielen nach Zeugenangaben unmittelbar nach dem Ende der Veranstaltung.

Mehrere Zeugen äußerten sich gegenüber der Schweizer Zeitung „Blick". Eine Frau berichtete, die Besucher hätten die Schüsse zunächst für ein Feuerwerk gehalten. Dann habe jemand „Alle runter!" gerufen. Ihre Gruppe habe sich unter dem DJ-Pult versteckt, eine Frau sei von einer Kugel getroffen worden. Alle Anwesenden seien anschließend von der Polizei in eine Turnhalle gebracht worden. „Es war schrecklich", sagte die Zeugin.

Auch der auftretende DJ, bekannt unter dem Namen Tekibo, meldete sich in einer Instagram-Story zu Wort. Was auf dem Rave passiert sei, sei „absolut herzzerreißend". „Techno und Raves sollten ein Ort der Freiheit und Sicherheit sein", schrieb er. Er habe einen wichtigen Menschen verloren und werde sich für eine bestimmte Zeit zurückziehen.

Die Kantonspolizei Aargau bat die Öffentlichkeit darum, Video- und Bildmaterial vom Tatort an ihren Instagram-Kanal zu senden, um die Ermittlungen zu unterstützen.

Source: Google News AT — Crime (de)

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