Waadtländerin 24-mal im Coop trotz Hausverbot – sechs Monate Gefängnis

Eine Frau aus dem Kanton Waadt ignorierte ihr Coop-Hausverbot über 20-mal und stahl auch andernorts. Das Gericht verurteilte sie zu sechs Monaten Gefängnis.

Waadtländerin 24-mal im Coop trotz Hausverbot – sechs Monate Gefängnis

Hausverbot ignoriert: Waadtländerin nach Dutzenden Diebstählen verurteilt

Was mit einer gestohlenen Mate-Dose für 1.90 Franken begann, endete in einer unbedingten Freiheitsstrafe. Wie 20 Minuten unter Berufung auf «24 heures» berichtet, missachtete eine Frau aus dem Kanton Waadt ihr zweijähriges Coop-Hausverbot mehr als zwanzigmal und beging darüber hinaus weitere Diebstähle in anderen Geschäften.

Der erste Vorfall ereignete sich im vergangenen Dezember. Coop erstattete Anzeige und verhängte ein zweijähriges Hausverbot. Bereits zehn Tage später kehrte die Frau in dieselbe Filiale zurück und stahl ein Parfum.

In den folgenden Monaten betrat sie die Coop-Filiale wiederholt: viermal im Januar, zweimal im Februar, zwölfmal im März und sechsmal im April. Dabei soll sie unter anderem mehrere Parfums und Schmuck entwendet haben. Coop erstattete bei jedem Vorfall Anzeige.

Auch ausserhalb des Supermarkts wurde sie straffällig. In Lausanne stahl sie ein Handy aus einem Waschsalon sowie eine Handtasche aus einem Geschäft. Bei Manor wurde sie mit drei gestohlenen Parfums erwischt – obwohl auch dort ein Hausverbot gegen sie bestand.

Zusätzlich wurde die Frau beim Zubereiten einer Dosis Kokain sowie beim Konsum von Crack angetroffen.

Das Gericht verurteilte sie per Strafbefehl wegen Diebstahls, Hausfriedensbruchs und Verstössen gegen das Betäubungsmittelgesetz zu sechs Monaten Gefängnis ohne Bewährung. Hinzu kommen eine Busse von 1200 Franken sowie Verfahrenskosten von 1125 Franken.

Coop teilte gegenüber «24 heures» mit, Hausverbote würden «sehr selten» ausgesprochen und kämen nur als letztes Mittel zum Einsatz. Wie viele solcher Verbote jährlich verhängt werden und wie die Einhaltung kontrolliert wird, gibt das Unternehmen aus Sicherheitsgründen nicht bekannt.

Source: 20 Minuten

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