Brandanschlag auf Synagoge in Wuppertal: 37-jähriger Afghane festgenommen
Am frühen Donnerstagnachmittag versuchte ein Mann, eine Synagoge in Wuppertal-Barmen in Brand zu setzen. Der Verdächtige wurde binnen Minuten festgenommen, niemand wurde verletzt.

Angriff auf Wuppertaler Synagoge kurz vor Jom Kippur
Ein 37-jähriger Afghaner hat am frühen Donnerstagnachmittag versucht, die Synagoge in Wuppertal-Barmen in Brand zu setzen. Der Verdächtige wurde binnen weniger Minuten festgenommen, verletzt wurde niemand, berichtete t-online.de unter Berufung auf einen Polizeisprecher.
Gegen 14 Uhr habe der Mann einen Nebeneingang der Synagoge mit brennbarer Flüssigkeit attackiert. Laut der „Jüdischen Allgemeinen" soll er dabei mehrere Beutel mit der Flüssigkeit geworfen haben. Es kam kurz zu einem Brand, der jedoch von Angehörigen der Synagoge schnell gelöscht wurde. Der Sachschaden blieb gering.
Am Abend präzisierte die Polizei, bei dem Tatverdächtigen handle es sich um einen polizeibekannten 37-Jährigen afghanischer Herkunft. Zum Motiv lagen zunächst keine Angaben vor. Der Staatsschutz übernahm die weiteren Ermittlungen.
Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, zeigte sich tief erschüttert. „Was mich zutiefst verstört, ist die Seelenruhe, mit welcher der Täter in Wuppertal diesen Anschlag am helllichten Tag durchgeführt hat", erklärte er in einer schriftlichen Mitteilung.
Schuster sieht in der Wahl des Zeitpunkts kein Zufall. Er verwies auf den Anschlag von Chanukka 2025 in Sydney, Jom Kippur 2025 in Manchester sowie den Anschlag in Halle 2019. „Es bleibt das Muster antisemitischer Gewalt, Feiertage auszuwählen, um Angst zu verbreiten und jüdisches Leben immer weiter aus der Öffentlichkeit zu verdrängen", sagte er.
Am kommenden Sonntag beginnt Jom Kippur, der höchste jüdische Feiertag. An diesem strengen Fastentag versammeln sich gläubige Juden den gesamten Tag in der Synagoge zum Gebet. Schuster forderte die Behörden auf, die Sicherheit der Gottesdienste zu gewährleisten: „Die Sicherheitsbehörden sind in der Pflicht."
Source: Google News LU DE