Mord an Transperson 1983: 61-Jähriger vor Hamburger Landgericht
Nach über 43 Jahren steht ein 61-jähriger Mann wegen eines Mordes von 1983 vor dem Hamburger Landgericht. Er bestreitet alle Vorwürfe.

Cold Case aus Hamburg: Angeklagter weist Mordvorwurf nach 43 Jahren zurück
Wie Google News DE — Crime (de) berichtet, steht ein 61-jähriger Mann aus Finkenwerder derzeit vor dem Hamburger Landgericht — angeklagt wegen eines Mordes, der bereits 1983 begangen worden sein soll. Der Fall gilt als der bisher älteste Cold Case, in dem die Hamburger Polizei noch einen mutmaßlichen Täter ermitteln konnte. Im November 2025 wurde der Beschuldigte in seiner Wohnung verhaftet. Er ist gehörlos; zwei Gebärdendolmetscherinnen übersetzen im Gerichtssaal.
Laut Anklage soll der damals knapp 19-Jährige in der Nähe der Reeperbahn in das Auto einer Transperson gestiegen sein und sie zu ihrem Wohnwagen in Hammerbrook gefahren haben. Dort soll er dreimal auf sie geschossen und anschließend mit 200 D-Mark Bargeld geflohen sein. Damals sicherte die Polizei DNA-Spuren am Tatort — erst durch neue Technik konnten diese Jahrzehnte später ausgewertet werden und führten zu dem jetzt Angeklagten.
Beim Prozessauftakt am 17. April wurde zudem bekannt, dass der Mann in den 1980er-Jahren bereits einmal unter Verdacht stand: wegen eines anderen Mordes an einer 21-jährigen Frau sowie eines Mordversuchs an einem Hotelier. In beiden Fällen wurde er freigesprochen. Am Dienstag bestritt der Angeklagte vor Gericht sämtliche Vorwürfe: Er habe noch nie jemanden getötet.
Source: Google News DE — Crime (de)