Messerangriff an Schule in Gosen-Neu Zittau: 18-Jährige und Mann getötet, Täter gefasst
An der Docemus-Sekundarschule in Gosen-Neu Zittau wurden eine 18-jährige Schülerin und ein 30-jähriger Mann erstochen. Ein 19-Jähriger wurde festgenommen.

Schülerin und Unbeteiligter bei Messerangriff in brandenburgischer Schule getötet
An der Docemus-Sekundarschule im brandenburgischen Gosen-Neu Zittau hat ein 19-Jähriger am Donnerstagmittag zwei Menschen mit einem Messer getötet. Wie 20 Minuten unter Berufung auf die «Märkische Allgemeine Zeitung» berichtet, wurde der mutmassliche Täter noch am Tatort festgenommen.
Gegen 13.45 Uhr griff der Jugendliche auf dem Schulgelände an der Berliner Strasse mehrere Personen an. Ob er selbst Schüler der Einrichtung war, war zunächst nicht bekannt. Der Ortsteil Gosen-Neu Zittau liegt direkt an der südöstlichen Stadtgrenze von Berlin.
Bei den Opfern handelt es sich um eine 18-jährige Schülerin der Sekundarschule sowie um einen 30-jährigen Mann. Letzterer soll ums Leben gekommen sein, als er versuchte, den Angreifer zu stoppen. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler soll der Tatverdächtige der Ex-Freund der getöteten Schülerin sein.
Ein Sprecher der Polizeidirektion Ost bestätigte gegenüber der MAZ, dass an der Schule Amokalarm ausgelöst wurde. Die Polizei war mit einem Grossaufgebot vor Ort; das Schulgelände wurde ab 14 Uhr weiträumig abgesperrt. Auch Feuerwehr, Rettungsdienst und zwei Helikopter waren im Einsatz. Mehrere Eltern trafen ein, um ihre Kinder abzuholen.
Schulgeschäftsführer Michael Kunz erklärte gegenüber der MAZ, der reguläre Unterricht am Freitag falle aus. Schülerinnen und Schüler, die die Schule dennoch aufsuchen möchten, seien willkommen: «Gemeinsam mit unseren Mitarbeitenden und professionellen Unterstützungskräften möchten wir ihnen einen geschützten Raum geben, in dem sie zusammenkommen, miteinander sprechen und das Geschehene gemeinsam verarbeiten können.»
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) erklärte, die Gewalttat «erschüttert unser gesamtes Land». Er betonte, Schulen sollten ein sicherer Ort für junge Menschen sein.
Brandenburgs Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke (SPD) verurteilte die Tat «als feigen Femizid, der in unserer Gesellschaft keinen Platz haben darf». Liedtke erklärte weiter: «Dass wir erneut Zeuge von tödlicher Gewalt gegen eine Frau werden mussten, erfüllt mich mit tiefer Trauer und Zorn.»
Source: 20 Minuten