Messerangriff an Privatschule bei Berlin: 19-Jähriger tötet Ex-Freundin und Erzieher
An einer Schule in Gosen-Neu Zittau wurden zwei Menschen mit einem Messer getötet. Ein 19-jähriger Deutscher wurde festgenommen.
Zwei Tote nach Messerangriff an Privatschule südöstlich von Berlin
Google News CH — Crime (de) berichtet über einen tödlichen Messerangriff an der Docemus-Privatschule in Gosen-Neu Zittau, rund 35 Kilometer südöstlich von Berlin. Gegen 13.45 Uhr rückten Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr am Tatort an.
Die Polizei Brandenburg bestätigte auf X den laufenden Einsatz und meldete kurz darauf die vorläufige Festnahme eines Mannes. «Nach einer Gewalttat konnte eine männliche Person vorläufig festgenommen werden, die nach gegenwärtigen Erkenntnissen mit der Tat im Zusammenhang steht. Wir sichern aktuell den Tatort», schrieb die Behörde in ihrer Mitteilung.
Am Abend bestätigte die Polizei Brandenburg den Tod zweier Personen sowie die Festnahme eines 19-jährigen Deutschen. Die Ermittler gehen nach ersten Erkenntnissen von einer Beziehungstat aus — nicht von einem Amoklauf, wie ein zunächst ausgelöster Amokalarm hatte vermuten lassen.
Opfer und Tatverdächtiger
Bei den zwei Todesopfern handelt es sich laut der «Märkischen Allgemeinen» unter Berufung auf informierte Kreise um eine 18-jährige Schülerin einer Sekundarschule sowie um einen 30-jährigen Mann. Dieser soll noch versucht haben, die Tat zu verhindern, und wurde dabei in der Herzgegend getroffen. Die Zeitung identifiziert ihn als Philipp P., einen Hort-Erzieher aus Berlin und Torhüter beim Friedrichshagener Sportverein 1912.
Der Tatverdächtige soll der Ex-Freund der 18-Jährigen gewesen sein. Nach Angaben des «Tagesspiegel» habe er mit einem messerähnlichen Gegenstand auf die junge Frau eingestochen. Demnach war der 19-Jährige wegen eines Falls von Volksverhetzung bereits polizeibekannt.
Schulbetrieb am Freitag ausgesetzt
Schulgeschäftsführer Michael Kunz drückte gegenüber der «Märkischen Allgemeinen» sein Bestürzung und Mitgefühl aus. Am Freitag werde kein regulärer Unterricht stattfinden, so Kunz. Die Schule bleibe jedoch für alle Schülerinnen und Schüler geöffnet, die den Standort aufsuchen möchten.
Die Ermittlungen dauern an.
Source: Google News CH — Crime (de)