Verurteilter Totschläger trotz Einreiseverbots auf Weg nach Deutschland gestoppt
Ein polnischer Staatsbürger, der wegen Totschlags verurteilt wurde, versuchte trotz neunjährigen Einreiseverbots über die Schweiz nach Deutschland einzureisen. Die Bundespolizei wies ihn zurück.
Wegen Totschlags Verurteilter an Grenze abgewiesen
Wie Blick berichtet, versuchte ein 33-jähriger polnischer Staatsbürger am vergangenen Montagmorgen, mit einem Fernreisezug über die Schweiz nach Deutschland einzureisen – obwohl ihm dies seit Jahren verboten ist. Beamte der Bundeszollverwaltung kontrollierten den Mann auf Höhe Müllheim im Markgräflerland und stellten dabei fest, dass gegen ihn ein neunjähriges Einreise- und Aufenthaltsverbot besteht.
Der Mann war wegen Totschlags, gefährlicher Körperverletzung sowie weiterer Straftaten verurteilt worden. Die Ausländerbehörde hatte ihm daraufhin jegliches Aufenthaltsrecht im Bundesgebiet entzogen. Erst vier Wochen zuvor war er nach Polen abgeschoben worden.
Da er nun erneut die Einreise versuchte, leitete die Bundespolizeiinspektion Weil am Rhein ein Ermittlungsverfahren wegen Verstosses gegen das Freizügigkeitsgesetz ein. Anschliessend wurde der 33-Jährige in die Schweiz zurückgewiesen.
Einen umgekehrten Fall meldet Blick aus Anfang August: Am Autobahngrenzübergang Weil am Rhein übergaben Schweizer Behörden einen europaweit gesuchten 31-jährigen griechischen Staatsbürger an die deutsche Bundespolizei. Gegen ihn lag ein europäischer Haftbefehl vor; insgesamt werden ihm 26 Straftaten zur Last gelegt, darunter unerlaubter Handel mit Betäubungsmitteln, Steuerhinterziehung und Fahren ohne Fahrerlaubnis.
Der Mann hatte sich dem Vollzug seiner Freiheitsstrafe entzogen und war ins Ausland geflohen, bevor er schliesslich in der Schweiz festgenommen wurde.
Source: Blick