Bernie Ecclestone am Flughafen Cascais verhaftet – Schrotflinte im Gepäck
Der 95-jährige Ex-Formel-1-Boss wurde nach der Landung in Portugal festgenommen, weil er eine Schrotflinte ohne gültige Dokumente im Handgepäck hatte.

Ecclestone in Portugal festgenommen: Schrotflinte ohne Papiere im Gepäck
Der frühere Formel-1-Chef Bernie Ecclestone ist am Flugplatz Tires bei Cascais nahe Lissabon festgenommen worden. Wie 20 Minuten berichtet, entdeckten Behörden bei einer Routinekontrolle eine Schrotflinte in seinem Handgepäck – der 95-Jährige war zuvor mit einem Privatjet aus der Schweiz angereist.
Die portugiesische Zeitung «Correio da Manhã» hatte zuerst über den Vorfall berichtet. Ecclestone führte die Waffe demnach ohne die erforderlichen Dokumente mit sich.
Gegenüber der «Daily Mail» schilderte Ecclestone den Ablauf aus seiner Sicht. «Ich hatte eine Schrotflinte im Gepäck, die ich von der Schweiz mitbrachte, um in Portugal Tontauben zu schiessen», sagte er. «Am Zoll gab es zunächst keine Probleme. Ich kenne den Mitarbeiter dort, es war alles in Ordnung. Schliesslich hat mich aber die Polizei aufgefordert, die Tasche zu öffnen.»
Der Beamte habe ihn nach den zugehörigen Dokumenten für die Waffe gefragt. «Ich reise eigentlich nie mit solchen Dokumenten – ja praktisch mit gar keinen Unterlagen», erklärte Ecclestone. «Sie sagten, sie würden mich festnehmen, aber nach gefühlten Stunden konnten wir das klären. Trotzdem war es von Anfang bis Ende ein einziges Ärgernis.»
Es ist nicht das erste Mal, dass Ecclestone an einem Flughafen wegen einer Waffe in Erklärungsnot gerät. Bereits 2022 wurde bei ihm in Brasilien eine nicht registrierte Pistole entdeckt, als er mit einem Privatjet in die Schweiz fliegen wollte. Damals gab er an, er habe nicht gewusst, dass sich die Waffe in seinem Gepäck befinde. Nach Zahlung einer Kaution durfte er die Reise fortsetzen.
Den jüngsten Vorfall kommentierte Ecclestone gegenüber Reuters mit gewohntem Humor. Er bezeichnete die Angelegenheit als «eine alberne, winzig kleine Lappalie» und scherzte, er habe zuletzt zu wenig Aufmerksamkeit erhalten und deshalb wohl etwas dagegen tun müssen.
Diesmal dürfte eine solche Erklärung allerdings schwerer wiegen: Aus der Pistole ist eine Schrotflinte geworden, und aus Brasilien Portugal.
Source: 20 Minuten