Amoklauf in Aarau: Deutsche (24) bei Techno-Rave zweimal angeschossen

Bei einem Amoklauf auf einem Rave in Aarau wurde eine 24-jährige Deutsche zweimal getroffen. Eine 22-jährige Italienerin starb, ein 43-Jähriger wurde festgenommen.

Amoklauf in Aarau: Deutsche (24) bei Techno-Rave zweimal angeschossen

Deutsche Urlauberin schildert Schreckensnacht in Aarau

Laut BILD hat die 24-jährige Deutsche Alexa S. erstmals über die Nacht des Anschlags in Aarau gesprochen. Sie befand sich auf einem Techno-Rave, als ein Täter das Feuer eröffnete und sie zweimal traf. Eine 22-jährige Italienerin starb bei dem Angriff, mehrere weitere Personen wurden verletzt. Die Kantonspolizei Aargau stufte den Vorfall am Mittwoch offiziell als Amoklauf ein.

Kurz nach 2 Uhr war Alexa S. auf dem Weg nach draußen – ihre Eltern hatten das Gelände bereits früher verlassen. „Plötzlich hörten wir Schüsse und Schreie. Jemand rief, wir sollten runtergehen", schilderte sie gegenüber der Schweizer Tageszeitung Blick. Sie warf sich zu Boden, um Deckung zu suchen.

„In dem Moment habe ich nicht begriffen, dass es mich erwischt hat, ich war voller Adrenalin", sagte die 24-Jährige dem Blick. „Erst später realisierte ich, dass ich blute." Zwei Männer eilten ihr zu Hilfe. „Sie haben sich um mich gekümmert. Ich bin ihnen so dankbar!"

Alexa S. versucht das Erlebte auch mit einem Hauch Humor zu verarbeiten: „Ich wurde zweimal am linken Hüftspeck getroffen. Es sind zwei Streifschüsse." Gleichzeitig lässt sie die Frage nach dem Motiv nicht los: „Wieso macht jemand so etwas? Egal, was im Leben falsch läuft, man kann sich doch Hilfe holen und muss andere nicht verletzen."

Rettungswagen trafen erst gegen 4.20 Uhr bei ihr ein – sie durften das Gelände zunächst nicht betreten, weil der Schütze noch auf freiem Fuß war. Zwei Helfer brachten sie schließlich nach vorne, wo sie in den Krankenwagen steigen konnte. Dann wurde sie ins Krankenhaus gefahren.

Am Montag wurde ein 43-jähriger Verdächtiger festgenommen, der für den Anschlag verantwortlich sein soll. Das erleichtert Alexa S., doch Zweifel bleiben: „Durch die zwei verschiedenen Kaliber, die entdeckt wurden, habe ich im Hinterkopf immer noch zwei Täter gespeichert. Ich hoffe bloß, dass die Polizei den Richtigen hat und er wirklich alleine gehandelt hat."

Die Kantonspolizei Aargau geht derzeit von einem Einzeltäter aus. Laut Behörden feuerte der 43-Jährige von außerhalb des Geländes mit einem Sturmgewehr mehr als 40 Schüsse wahllos in die Menschenmenge und wechselte dabei mehrfach seine Position sowie die Schussrichtung. Der Tatverdächtige soll unter psychischen Problemen leiden. Die Polizei schließt ein rechtsextremistisches, linksextremistisches oder islamistisches Motiv aus.

Source: BILD

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