Schussopfer vom Aarauer Rave: «Ich habe nicht gemerkt, dass ich getroffen wurde»

Fabrizio Grande (31) wurde beim Angriff auf einen Rave in Aarau an der Hüfte getroffen. Gegenüber TeleM1 schildert er, wie er die Tatnacht erlebte.

Schussopfer vom Aarauer Rave: «Ich habe nicht gemerkt, dass ich getroffen wurde»

Aarauer Rave-Angriff: Verletzter schildert die Schreckensnacht

Fabrizio Grande (31) war unter den fünf Verletzten, als ein Angreifer an einem Rave in Aarau das Feuer auf die Menge eröffnete. Eine 22-jährige Frau, identifiziert als M., kam dabei ums Leben. Grande wurde von einer Kugel an der Hüfte getroffen — bemerkt hat er das zunächst nicht.

Wie 20 Minuten berichtet, schildert Grande in einem Interview mit TeleM1, wie er den Angriff erlebt hat. «Ich habe immer das Gleiche im Kopf: Wie er sich zu mir umdrehte», sagt er. «Es ist krass, dass einer mit einer AK dort steht und dich einfach umlegen will.» Als Tatwaffe gilt offenbar eine AK-74.

Bevor er sich hinter ein geparktes Auto in Sicherheit brachte, rief Grande dem Täter noch zu: «Du arme Siech, hör mal uf.» Hinter dem Fahrzeug warteten bereits zwei ihm unbekannte Personen — sie machten ihn darauf aufmerksam, dass er blutete. «Die haben mir gesagt, ‹du bist voll am Bluten›», erinnert er sich. Die beiden leisteten ihm erste Hilfe.

Die Polizei brachte Grande anschliessend in Sicherheit. Auf einer Bank versorgte ihn ein Arzt mit einem Druckverband, ehe er mit einem Krankenwagen abtransportiert wurde. «Als ich da drin lag, dachte ich einfach nur: Shit», sagt der Schweizer.

Grande spricht selbst von Glück im Unglück. Nach dem ersten Schuss habe die Waffe zweimal nur geklickt, ohne zu feuern. «Sie hatte eine Fehlfunktion, irgendwas ist passiert», schildert er TeleM1. «Vielleicht hatte ich einen Schutzengel, weiss Gott, was das war. Aber eigentlich hätte er mich mehrmals treffen sollen.»

Source: 20 Minuten

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