Bernerin missbraucht fremde Identität für Pornoseiten und Spitäler – 3600 Franken Strafe
Eine Frau aus dem Kanton Bern registrierte sich mit den Daten einer anderen Person auf Erotikplattformen und wandte sich in deren Namen an Spitäler. Sie wurde per Strafbefehl verurteilt.

Identitätsmissbrauch über ein halbes Jahr: Bernerin vor Gericht
Eine Frau aus dem Kanton Bern hat während rund sechs Monaten die Personalien einer anderen Person ohne deren Einwilligung verwendet. Wie 20 Minuten unter Berufung auf einen vorliegenden Strafbefehl berichtet, nutzte sie die fremde E-Mail-Adresse, den Vor- und Nachnamen sowie die Telefonnummer der Betroffenen für eine Reihe von Aktionen.
Im Juli 2025 eröffnete die Frau mit den gestohlenen Daten Benutzerkonten auf den Erotikplattformen «xHamster» und «Pornhub». Zusätzlich abonnierte sie Newsletter des Universitätsspitals Zürich sowie zweier weiterer Erotikportale.
Darüber hinaus wandte sie sich unter der fremden Identität an ein Kantons- und ein Universitätsspital und äusserte dort einen Kinderwunsch. In einer Nachricht schrieb sie: «Ich will unbedingt ein Kind! Bitte helfen Sie mir.» Ausserdem meldete sie sich mit der fremden E-Mail-Adresse für ein Beratungsgespräch zu einer Hautbehandlung sowie für eine Ernährungsberatung an.
Die Frau versandte unter der falschen Identität auch mehrere beleidigende Nachrichten. Einzelne Personen bezeichnete sie darin als «egoistisch und narzisstisch» beziehungsweise als «toxische Person». An die eigentliche Inhaberin der missbrauchten Kontaktdaten schrieb sie, diese sei «völlig gestört», brauche eine Therapie und sei eine «kranke Person».
Das Gericht sprach die Frau wegen Identitätsmissbrauchs, übler Nachrede und Beschimpfung schuldig. Sie erhält eine bedingte Geldstrafe von 3600 Franken mit einer Probezeit von zwei Jahren sowie eine Verbindungsbusse von 900 Franken.
Source: 20 Minuten