Hornbach-Phishing: Klimaanlagen-Betrug mit 70% Rabatt in der Schweiz
Cyberkriminelle nutzen die Hitzewelle 2026 aus und werben per E-Mail im Namen von Hornbach mit gefälschten Klimaanlagen-Rabatten. Die Kantonspolizei Zürich warnt vor Kreditkartenbetrug.

Fake-Hornbach-Angebot lockt Klimaanlagen-Käufer in Phishing-Falle
Google News CH — Crime (de) berichtet über eine laufende Betrugsmasche, die den Hitzesommer 2026 gezielt ausnutzt: Unbekannte Cyberkriminelle versenden E-Mails im angeblichen Namen des Baumarkts Hornbach und bewerben darin eine „Breezi Pro"-Klimaanlage mit einem Rabatt von 70 Prozent.
Vor der Masche warnt die Kantonspolizei Zürich auf ihrem Portal cybercrimepolice.ch. Die Täter behaupten in ihren Nachrichten, es stünden lediglich 500 Rabattcodes zur Verfügung — ein Mittel, um Empfänger gezielt unter Zeitdruck zu setzen.
Gefälschte Website, Umfrage, falscher Shop
Wer auf den Button „Jetzt einlösen" klickt, landet laut der Kapo auf einer im Hornbach-Design nachgeahmten Website. Dort werden potenzielle Opfer zunächst zu einer angeblichen Kundenumfrage weitergeleitet. Anschliessend führt ein weiterer Link zu einem gefälschten Onlineshop, der die Klimaanlage zum Schnäppchenpreis anbietet.
Im Bestellvorgang fordern die Kriminellen sowohl persönliche Angaben als auch vollständige Kreditkartendaten. Wer diese eingibt, übermittelt sie direkt an die Betreiber der gefälschten Seite. Die erbeuteten Daten können laut Kantonspolizei für unberechtigte Zahlungen oder weitere Betrugsversuche verwendet werden.
Zusätzlich suggeriert die nachgeahmte Hornbach-Seite, das Angebot laufe bald ab und nur noch wenige Codes seien verfügbar — eine klassische Drucktaktik, um übereilte Entscheidungen zu provozieren.
Empfehlungen der Kantonspolizei Zürich
Die Kapo empfiehlt, verdächtige E-Mails an [email protected] weiterzuleiten, sie zu ignorieren und zu löschen. Links in solchen Nachrichten sollen nicht geöffnet werden. Sensible Daten dürften generell nicht ohne vorgängige Abklärung preisgegeben werden.
Wer bereits Zahlungsdaten angegeben hat, sollte umgehend das zuständige Finanzinstitut kontaktieren, die betroffene Karte sperren lassen und bei der örtlichen Polizeistelle Anzeige erstatten.
Auch SBB als Phishing-Köder missbraucht
Parallel dazu haben Cyberkriminelle laut dem Bericht auch den Ticketshop der SBB nachgebaut und nutzen die Marke der Bundesbahnen als weiteren Phishing-Köder — eine Häufung von Markenmissbrauch, die Behörden derzeit beschäftigt.
Source: Google News CH — Crime (de)