Hackergruppe Rhysida erpresste Berlin mit 30 Bitcoin – Datenleck nach Zahlungsverweigerung

Die Ransomware-Gruppe Rhysida veröffentlichte Terabytes Berliner Behördendaten, nachdem das Land die Lösegeldforderung ablehnte. Laut Süddeutscher Zeitung war die Gruppe früher als Vice Society bekannt.

Hackergruppe Rhysida erpresste Berlin mit 30 Bitcoin – Datenleck nach Zahlungsverweigerung

Berlin verweigerte Zahlung – Rhysida stellte Behördendaten ins Netz

Die Ransomware-Gruppe Rhysida forderte vom Land Berlin 30 Bitcoin, umgerechnet rund zwei Millionen Euro. Als Berlin nicht zahlte, veröffentlichten die Kriminellen Terabytes an gestohlenen Daten im Internet. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, befinden sich darunter Protokolle zum Schutz kritischer Infrastruktur, Informationen zu 80.000 Ordnungswidrigkeitsverfahren sowie vertrauliche Unterlagen aus Bundesratsausschüssen.

Experten zufolge operierte die Gruppe früher unter dem Namen Vice Society und führte Angriffe noch selbst durch. Mit der Umbenennung in Rhysida – symbolisiert durch einen Hundertfüßer im Logo – änderte sich das Geschäftsmodell grundlegend: Die Gruppe vermietet ihre Schadsoftware seither an andere Banden. Dieses Prinzip wird in der Branche als Ransomware-as-a-Service bezeichnet.

Die Entscheidung Berlins, nicht zu zahlen, gilt Fachleuten als richtig. Denn Experten gehen davon aus, dass die Hacker die Daten auch nach einer Lösegeldzahlung weiterverkauft hätten.

Grundsätzlicher Schutz vor Ransomware ist nur durch solide Cybersicherheit möglich – genau daran mangelt es vielen öffentlichen Verwaltungen, denen dafür häufig die finanziellen Mittel fehlen.

Source: Süddeutsche Zeitung

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