Mordprozess Fabian (8): Handy-Daten von Gina H. widersprechen ihren Aussagen

Das Smartphone von Gina H. zeichnet Bewegungen auf, die nicht zu ihren Angaben passen. Die Daten deuten laut Experten auf bis zu sechs Fahrten zum Tatort hin.

Mordprozess Fabian (8): Handy-Daten von Gina H. widersprechen ihren Aussagen

Handy-Auswertung belastet Angeklagte im Mordfall Fabian

Im Mordprozess um den achtjährigen Fabian werden die Bewegungsdaten des Smartphones von Gina H. zur zentralen Belastung. Laut BILD stimmen die aufgezeichneten Daten auffällig genau mit dem angenommenen Tatablauf überein – widersprechen jedoch gleichzeitig den eigenen Angaben der Angeklagten.

Ein Sachverständiger analysierte die Auswertung des Geräts im Detail. Dabei stellte er fest, dass angebliche Bankgeschäfte, die Gina H. als Alibi anführt, zum fraglichen Zeitpunkt kaum möglich gewesen seien. Zudem weist die Aufzeichnung der Bewegungsdaten rätselhaften Lücken und Verzögerungen auf.

Besonders brisant: Aus der Gesamtauswertung ließen sich demnach bis zu sechs mutmaßliche Fahrten zum Tatort rekonstruieren. Welche genaue Bedeutung diese Erkenntnisse für den laufenden Prozess haben, bleibt Gegenstand der weiteren Verhandlung.

BILD berichtet, dass trotz der belastenden Datenlage einzelne Einträge nicht ins Bild passen und neue Fragen aufwerfen. Die Verteidigung dürfte diese Auffälligkeiten als Ansatzpunkt nutzen.

Source: BILD

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