NSU-Morde in München: 25 Jahre später leiden Familien Kılıç und Boulgarides noch immer
Am 29. August jährt sich der Mord an Habil Kılıç zum 25. Mal. Die Wunden der Hinterbliebenen beider NSU-Opfer in München sind bis heute nicht verheilt.

NSU-Terror in München: Zwei Familien, 25 Jahre Schmerz
Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, jährt sich am 29. August zum 25. Mal der Tag, an dem Mitglieder des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) Habil Kılıç in seinem Gemüsegeschäft „Himmet Market" an der Bad-Schachener-Straße in Ramersdorf erschossen. Der 38-jährige Familienvater wurde hinter seiner Ladentheke mit zwei Schüssen in den Kopf getötet — die nächste Polizeiinspektion lag nur 100 Meter entfernt. Eine Kundin fand ihn kurz danach in einer Blutlache.
Vier Jahre später ermordete die rechtsterroristische Gruppe Theodoros Boulgarides. Auch zwei Jahrzehnte nach diesem zweiten Münchner NSU-Mord bleiben zentrale Fragen unbeantwortet: Wie kannten die Täter den Schlüsselladen des Opfers? Hatten sie Unterstützer im Münchner Neonazi-Milieu? Die Spuren in dieses Milieu sind laut dem Bericht unübersehbar.
Die Wunden der Hinterbliebenen beider Familien heilen nicht. Ihr Überlebenskampf dauert an.
Source: Süddeutsche Zeitung