Sieben Tote nach Verfolgungsfahrt auf der A66 bei Middlesbrough

Bei einem Unfall nahe Middlesbrough kamen sieben Menschen ums Leben. Ein Polizeiauto kollidierte mit einem VW auf der A66 nach einer Verfolgungsjagd.

Sieben Tote nach Verfolgungsfahrt auf der A66 bei Middlesbrough

Tödlicher Unfall auf der A66: Polizeiwagen rammt flüchtiges Fahrzeug

Sieben Menschen sind in der Nacht auf Dienstag bei einem Unfall auf der A66 nahe Middlesbrough ums Leben gekommen. Wie 20 Minuten unter Berufung auf die «Daily Mail» berichtet, kollidierten dabei ein Streifenwagen der Polizei und ein VW – Folge einer vorangegangenen Verfolgungsfahrt.

Beamte hatten laut Cleveland Police ein verdächtiges Fahrzeug entdeckt und die Verfolgung aufgenommen. Das geflüchtete Auto fuhr anschliessend auf die A66, wo es zur Kollision mit dem Polizeiauto kam. Die Polizei korrigierte frühere Angaben: Ursprünglich war von drei beteiligten Fahrzeugen die Rede gewesen, mittlerweile bestätigt die Behörde zwei.

Zahlreiche Einsatzfahrzeuge waren vor Ort, die Strasse blieb für mehrere Stunden gesperrt. Der North East Ambulance Service teilte mit: «Trotz der grössten Bemühungen aller Einsatzkräfte starben bedauerlicherweise mehrere Patienten noch am Unfallort.»

Anwohner der Lime Road in Teesville, rund anderthalb Kilometer vom Unfallort entfernt, wurden bereits gegen 3.30 Uhr durch die Verfolgungsfahrt aus dem Schlaf gerissen. Neil Hutchinson (47) schilderte, Polizeiautos seien mit Blaulicht und Sirenen durch die beidseitig zugeparkte Strasse gerast. Als er am Morgen von den Todesopfern erfahren habe, sei ihm der Zusammenhang sofort klar geworden. Ein weiterer Anwohner beschrieb, wie ein Auto mit hohem Tempo durch die Strasse geschossen sei, dicht gefolgt von der Polizei.

Der Unfall bei Middlesbrough reiht sich in eine Serie ähnlicher Vorfälle in Grossbritannien und Irland ein. Innerhalb weniger als einer Woche kamen dabei insgesamt zwölf Menschen ums Leben. Am vergangenen Sonntag starben in Irland fünf Jugendliche bei einem vergleichbaren Unfall.

Die Behörden prüfen einen möglichen Zusammenhang mit einem im Internet kursierenden Trend, bei dem Fahrer absichtlich auf der falschen Strassenseite fahren. Der irische Premierminister Micheal Martin verurteilte das «rücksichtslose Verhalten» der Fahrer und forderte, es dürfe dafür «keinerlei Toleranz» geben. Irlands Polizeichef Justin Kelly erklärte: «Was dieses rücksichtslose Verhalten noch empörender macht, ist die Tatsache, dass es in einigen Fällen für soziale Medien begangen wird.»

Source: 20 Minuten