16-Jährige tot in Wiener Hotelzimmer – Drogenüberdosis als Todesursache

Ein 16-jähriges Mädchen wurde am 31. Oktober 2024 tot in einem Hotel im 15. Wiener Bezirk gefunden. Die Polizei geht von einer Suchtmittelüberdosis aus.

16-Jährige tot in Wiener Hotelzimmer – Drogenüberdosis als Todesursache

Tod einer Jugendlichen im Hotel nahe der Wiener Stadthalle

Am 31. Oktober des vergangenen Jahres wurde ein 16-jähriges Mädchen tot in einem Hotelzimmer im 15. Wiener Bezirk, in der Nähe der Wiener Stadthalle, aufgefunden. Der Fall wurde laut meinbezirk.at erst am 8. Jänner öffentlich bekannt – zunächst hatte „ORF Wien" darüber berichtet.

Die Polizei bestätigte den Todesfall gegenüber MeinBezirk und teilte mit, dass nach derzeitigem Ermittlungsstand kein Fremdverschulden anzunehmen sei. Als wahrscheinliche Todesursache gilt eine Suchtmittelüberdosis.

Ermittlungen zu Begleitumständen dauern an

Die genauen Umstände des Todesfalls sind weiterhin Gegenstand laufender Ermittlungen. Die Behörden prüfen insbesondere, ob die Jugendliche die Drogen allein oder in Anwesenheit einer weiteren Person eingenommen hat. Offen bleibt zudem, ob der Drogenkonsum im Zusammenhang mit einer sexuellen Handlung stand. Sichergestellte Spuren werden derzeit noch ausgewertet.

Die 16-Jährige lebte in einer Wohngemeinschaft der Wiener Kinder- und Jugendhilfe (MA 11). Am Abend ihres Todes kehrte sie nicht in die Einrichtung zurück, sondern checkte stattdessen in jenes Hotelzimmer ein, wo sie am folgenden Tag tot aufgefunden wurde.

MA 11 bestätigt Unterbringung in Spezialeinrichtung

MA 11-Sprecherin Ingrid Pöschmann bestätigte gegenüber MeinBezirk die Unterbringung des Mädchens in einer sozialpädagogischen Einrichtung, die auf Mädchen mit Konsumverhalten spezialisiert ist. Bereits im Vorfeld habe es Hinweise auf psychosoziale Belastungen – darunter Substanzkonsum – gegeben. Diese seien von der Kinder- und Jugendhilfe ernst genommen worden und hätten zu einer laufenden Überprüfung und Anpassung der unterstützenden Maßnahmen geführt, so Pöschmann.

Die MA 11 betont, einen pädagogischen Ansatz zu verfolgen, „der auf tragfähige Beziehungsarbeit und Vertrauen setzt". Zwang und Einsperren seien dabei keine Instrumente der Arbeit. Die Bereitschaft zur Veränderung könne bei Jugendlichen sehr unterschiedlich ausfallen, heißt es vonseiten der Behörde.

Source: Google News AT — Crime (de)

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