Asylwerber in Feldkirch erneut vor Gericht: Hamas-Postings und Beweisvernichtung

Ein 30-jähriger Jordanier muss sich am Landesgericht Feldkirch wegen Verherrlichung von Hamas-Straftaten und Beweismittelvernichtung verantworten.

Asylwerber in Feldkirch erneut vor Gericht: Hamas-Postings und Beweisvernichtung

Jordanischer Asylwerber in Feldkirch wegen Hamas-Postings angeklagt

Google News AT — Crime (de) berichtet: Seit Donnerstag steht ein 30-jähriger jordanischer Asylwerber erneut am Landesgericht Feldkirch vor Gericht. Laut Anklage soll er im Oktober auf seinen Social-Media-Konten Straftaten der Terrororganisation Hamas in Israel gepostet und gutgeheißen haben.

Der Mann wartet seit vier Jahren in Österreich auf den Abschluss seines Asylverfahrens. „Ich werde in meinem Heimatland verfolgt, weil ich gegen die Regierung bin", erklärte er. Sein Hass auf die jordanische Staatsmacht hatte ihm in Österreich bereits eine Vorstrafe eingebracht.

Vorfall am Konsulat als Vorgeschichte

Im August 2025 drang der Mann trotz eines bestehenden Betretungsverbots ins jordanische Konsulat in Dornbirn ein. Per Livestream hetzte er gegen die Regierung seines Heimatlandes und drohte, das Konsulat „brennen zu lassen". Der Staatsschutz ermittelte, das Landesgericht Feldkirch verhängte daraufhin eine teilbedingte Geldstrafe.

Handy gegen Tischkante geschlagen

Zum aktuellen Verfahren kommt der Vorwurf der Beweismittelvernichtung hinzu. Bei einer Hausdurchsuchung soll der Angeklagte ein Mobiltelefon mehrfach gegen eine Tischkante geschlagen haben. Ein zweites Gerät versuchte er vom Stativ zu reißen – eine einschreitende Beamtin konnte das gerade noch verhindern.

Angeklagter bestreitet Vorwürfe — Prozess vertagt

Vor Gericht bekannte sich der 30-Jährige nicht schuldig: „Es stimmt nicht, dass ich die Hamas gefeiert habe." Der Prozess kam jedoch rasch ins Stocken. Der Angeklagte legte dem Richter ein Schreiben der Caritas vor und ersuchte um einen Rechtsvertreter, da er sich außerstande sehe, sich selbst zu verteidigen. Sowohl die Staatsanwältin als auch der Richter zeigten angesichts der komplexen Rechtslage Verständnis für das Ansuchen.

Der Prozess wird am 1. Oktober fortgesetzt. Dann könnte auch die Frage nach dem Asylstatus des Mannes neu aufgerollt werden.

Source: Google News AT — Crime (de)

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