Drogenhandel aus der JA Hirtenberg: Häftling und drei Komplizen vor Gericht

Ein 27-Jähriger soll aus der Justizanstalt Hirtenberg heraus Kokain- und Cannabisdeals organisiert haben. Ein verdeckter Ermittler brachte ihn zu Fall.

Drogenhandel aus der JA Hirtenberg: Häftling und drei Komplizen vor Gericht

Kokainübergabe in Wien-Favoriten führt zu Verhaftungen

Wie vol.at berichtet, soll ein 27-jähriger Häftling der Justizanstalt Hirtenberg unter dem Decknamen „Ralph Lauren" von seiner Zelle aus einen Suchtgifthandel geleitet haben. Seine Untergebenen boten mehreren Abnehmern teils kiloweise Cannabiskraut und Kokain an – und erhielten dabei genaue Anweisungen, wie die Erlöse aus den Deals zu verwenden seien.

Den Ermittlern wurde die Organisation durch einen Hinweis einer registrierten Vertrauensperson bekannt. Ein verdeckter Ermittler des Bundeskriminalamts nahm daraufhin via Signal Kontakt mit dem Inhaftierten auf und bekundete Interesse an zwei Kilogramm Kokain.

Am 2. März 2026 traf der Beamte am vereinbarten Treffpunkt in Wien-Favoriten ein. Dort übergab ihm ein mutmaßlicher Mitarbeiter des 27-Jährigen ein Kilogramm Kokain, nachdem 18.500 Euro den Besitzer gewechselt hatten. Der Mann wurde noch vor Ort festgenommen. In seiner Wohnung stellten die Behörden weitere 1,15 Kilo Kokain sicher.

Im Zuge der weiteren Ermittlungen wurden zwei zusätzliche mutmaßliche Mitarbeiter des Häftlings ausgeforscht und ebenfalls festgenommen. Alle drei müssen sich nun gemeinsam mit dem 27-Jährigen vor einem Schöffensenat verantworten.

Nach der Festnahme seiner mutmaßlichen Komplizen versuchte „Ralph Lauren" laut Anklage, sein Handy in der Gefängnistoilette zu entsorgen. Der Versuch scheiterte: Bei der anschließenden Haftraumkontrolle wurde er demnach „mit einer blutenden Wunde an der Hand in der Toilette angetroffen".

Source: Google News AT — Crime (de)

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