Groß angelegte Razzia gegen Bande mit Scheinfirmen in mehreren Bundesländern
Fahnder griffen gegen ein Netzwerk vor, das über zwei Dutzend Briefkastenunternehmen Kurieraufträge vortäuschte. Den Beschuldigten wird Sozialbetrug und illegale Beschäftigung zur Last gelegt.

Groß angelegte Razzia gegen Bande mit Scheinfirmen in mehreren Bundesländern
Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft leitete das Verfahren, während das Landeskriminalamt aus der Steiermark den operativen Zugriff steuerte. Insgesamt richtet sich der Verdacht gegen etwa 40 Personen. Ihnen wird vorgeworfen, ein System aus Scheinfirmen aufgebaut zu haben, um Sozialversicherungsbeiträge zu umgehen und Mitarbeiter schwarz beschäftigen zu können. Konkret werden den Verdächtigen organisierte Schwarzarbeit, vorsätzliche Falschangaben gegenüber der Gebietskrankenkasse, bandenmäßiger schwerer Betrug sowie betrügerische Kreditbeschaffung zur Last gelegt.
Die Ermittler gehen davon aus, dass das Netzwerk nicht weniger als 25 Scheinunternehmen im Bereich Paket- und Kleintransport gegründet hat. An der Spitze dieser Firmen standen angeblich finanziell mittellose ausländische Staatsangehörige, die als Strohleute eingesetzt wurden – mitunter unter erfundenen Personalien. Bei der Österreichischen Gesundheitskasse wurden die Arbeitnehmer mit zu geringen oder unzutreffenden Einkommensangaben angemeldet. Nebenher übten dieselben Personen laut den Behörden reguläre Vollzeitjobs bei anderen Arbeitgebern aus.
Dem aktuellen Einsatz lagen umfangreiche gemeinsame Untersuchungen der Steuerfahndung und der Wirtschaftsdelikte-Abteilung des LKA Steiermark zugrunde. Ziel der Recherchen war es, die fingierten Unternehmen und die unrichtigen Meldungen ans Sozialversicherungssystem zu identifizieren. Über mögliche Festnahmen machten die Ermittler aus taktischen Erwägungen zunächst keine Angaben.
Quelle: VOL.AT
Source: Google News AT — Crime (de)