Illegale Beautyklinik in Wien-Mariahilf: Zwei Georgier festgenommen
Zwei Personen ohne ärztliche Zulassung führten in einer Kurzzeitunterkunft kosmetische Eingriffe durch. Botox, Hyaluronsäure und Bargeld wurden sichergestellt.

Elfte illegale Schönheitsklinik in Wien aufgedeckt
In Wien ist erneut eine illegale Beautyklinik aufgeflogen. Wie die Kleine Zeitung berichtet, wurden bei Kontrollen am Sonntag in einer angemieteten Kurzzeitunterkunft im 6. Bezirk Mariahilf zwei Personen angetroffen, die dort ohne ärztliche Berechtigung kosmetische Eingriffe vorgenommen haben sollen.
Die Gruppe Sofortmaßnahmen führte die Kontrolle gemeinsam mit der Finanzpolizei durch, nachdem ein entsprechender Hinweis eingegangen war. Sichergestellt wurden Spritzen, Präparate wie Botox und Hyaluronsäure, verschreibungspflichtige Schmerzmittel sowie tausende Euro Bargeld.
Der 54-jährige Mann und die 32-jährige Frau verfügen über keinerlei ärztliche Zulassung für derartige Eingriffe. Beide stammen aus Georgien und sprachen kein Wort Deutsch. Zum Zeitpunkt der Kontrolle wurden keine Kundinnen oder Kunden in den Räumlichkeiten angetroffen. Bei einer von der Staatsanwaltschaft angeordneten Hausdurchsuchung fanden Beamte jedoch zahlreiche bereits verwendete Spritzen und Pads. Die sichergestellten Präparate wurden beschlagnahmt.
Die beiden Betreiber wurden wegen fremdenrechtlicher Verstöße zur Vernehmung in eine Polizeiinspektion gebracht. Die Staatsanwaltschaft Wien verfügte Anzeigen auf freiem Fuß, wie die Polizei gegenüber der APA mitteilte.
Walter Hillerer, Leiter der Gruppe Sofortmaßnahmen, erklärte: „Medizinische Behandlungen ohne die erforderliche Berechtigung bringen erhebliche Risiken für die Gesundheit mit sich. Dass wir bereits die elfte illegale Klinik aufgedeckt haben, zeigt, wie wichtig unsere laufenden Kontrollen sind – unter anderem auch an Sonn- und Feiertagen." Hillerer betonte zudem die Bedeutung der Kontrolle gesetzlicher Öffnungszeiten für fairen Wettbewerb in der Stadt.
Die Aktion in Mariahilf war Teil der Schwerpunktaktion „Sicheres Wien". Im Einsatz waren neben der Gruppe Sofortmaßnahmen und der Finanzpolizei auch der Bereitschaftsdienst der Landespolizeidirektion, die Wiener Stadtgärten (MA 42), die Waste Watcher der MA 48 sowie das Marktamt (MA 59). Kontrolliert wurden dabei 24 Betriebe im gesamten Stadtgebiet, darunter Lebensmittelgeschäfte. Überprüft wurden außerdem Sauberkeit und Hygiene in Wiener Parks und auf öffentlichen Plätzen.
Der Magistrat stellte insgesamt 29 Anzeigen aus – unter anderem nach dem Öffnungszeitengesetz, wegen unbefugter Gewerbeausübung und nach der Gewerbeordnung. Die Polizei erstellte sechs Anzeigen, darunter wegen Kurpfuscherei, Suchtgift und nach dem Fremdenpolizeigesetz. Im Rahmen der Schwerpunktaktion wurden insgesamt fünf Personen vorläufig festgenommen: neben den beiden mutmaßlichen Schönheitsärzten drei weitere Personen wegen fremdenrechtlicher Übertretungen.
Source: Kleine Zeitung