Mann aus der Oststeiermark vor Gericht: Bach-Sturz und Schlägerei auf Veranstaltung
Ein 24-jähriger Oststeirer muss sich am Bezirksgericht Weiz wegen zweier Körperverletzungen verantworten. Die Verhandlung wurde vertagt.

Zwei Körperverletzungsvorwürfe gegen 24-Jährigen am Bezirksgericht Weiz
Wie die Kleine Zeitung berichtet, muss sich ein 24-jähriger Mann aus der Oststeiermark am Bezirksgericht Weiz wegen zwei separater Körperverletzungsdelikte verantworten. Er sitzt gemeinsam mit einem weiteren Beschuldigten auf der Anklagebank.
Beim ersten Vorfall soll der Angeklagte einem 28-Jährigen bei einer Veranstaltung am Straßenrand einen Stoß versetzt haben, woraufhin dieser einen Abhang hinunter und in einen Bach stürzte. Der 28-Jährige erlitt dabei eine Brustbeinprellung sowie eine Gehirnerschütterung. An den genauen Hergang des Abends hat er nur lückenhafte Erinnerungen: „Wie es zur Situation kommt, dass ich im Bach liege, weiß ich nicht mehr. Die nächste Erinnerung ist, dass ich im Krankenhaus aufwache."
Der Angeklagte räumt den Schubser teilweise ein, schildert ihn jedoch als Reaktion auf eine Provokation. „Ich bin mit ihm zur Leitschiene, er hat mir das Kapperl runtergerissen, mich geschubst, ich hab ihn zurückgeschubst. Er ist über die Leitschiene gefallen", erklärte er vor Gericht. In den Bach sei das Opfer laut seiner Darstellung nicht unmittelbar gestürzt. Zeugen beobachteten die Rangelei und leisteten anschließend Erste Hilfe.
Beim zweiten Vorwurf geht es um eine Auseinandersetzung bei einer anderen Veranstaltung. Dort soll der 24-Jährige mit einem 19-jährigen Rumänen aneinandergeraten sein, wobei sich beide Männer gegenseitig verletzt haben sollen. Beide bestreiten die Schuld, und die Schilderungen der Beteiligten weichen deutlich voneinander ab.
Der Oststeirer gibt an, lediglich einen gemeinsamen Bekannten begrüßt zu haben, woraufhin der 19-Jährige ihn ohne ersichtlichen Grund viermal ins Gesicht geschlagen habe. Auf die Frage des Richters, warum der Rumäne zugeschlagen habe, antwortete der Angeklagte: „Vielleicht hat er sich bedroht gefühlt." Aufgrund seiner Verletzungen war er eine Woche im Krankenstand.
Der 19-jährige Rumäne schildert den Vorfall anders. Der Oststeirer habe zunächst seinen Freund beschimpft und gestoßen. Er selbst sei nur schlichtend eingeschritten und habe mehrfach zur Ruhe aufgefordert: „Wir sind zum Spaß hier, nicht zum Kämpfen." Erst nachdem er selbst einen Schlag kassiert habe, habe er zurückgeschlagen.
Da die Zeugenaussagen zu beiden Vorfällen widersprüchlich sind, wurde die Verhandlung vertagt, um weitere Zeugen laden zu können.
Source: Kleine Zeitung