Telefonbetrug in der Steiermark: Landespolizei warnt vor falschen Beamten und Schockanrufen
Das Landeskriminalamt Steiermark meldet einen erneuten Anstieg von Telefonbetrugsversuchen, die vor allem ältere Menschen ins Visier nehmen.

Falsche Polizisten und Schockanrufe: Steiermark im Fokus von Telefonbetrügern
Das Landeskriminalamt Steiermark verzeichnet laut Kleine Zeitung wieder eine Zunahme an betrügerischen Telefonanrufen, bei denen Kriminelle Geld oder Wertgegenstände von meist älteren Personen erschleichen wollen. Die Experten des Landeskriminalamts haben dabei mehrere aktuell aktive Maschen identifiziert.
Masche 1: Falsche Polizeibeamte
Täter geben sich am Telefon als Polizisten aus und behaupten, in der Nähe des Opfers habe ein Einbruch oder Raub stattgefunden. Die gefassten Verdächtigen hätten angeblich einen Zettel mit dem Namen des Angerufenen bei sich gehabt — und weitere Täter seien noch auf der Flucht. Die Betroffenen werden daraufhin aufgefordert, ihre Wertsachen gemeinsam mit den vermeintlichen Beamten in Sicherheit zu bringen.
Masche 2: Schockanruf und Kautionstrick
Bei dieser Variante wird dem Opfer mitgeteilt, ein Familienangehöriger habe einen Verkehrsunfall verursacht und müsse eine Kaution zahlen, um einer Verhaftung zu entgehen. In einer weiteren Abwandlung meldet sich ein angeblicher Arzt und fordert Geld für die medizinische Behandlung eines nahen Verwandten. In allen Fällen wird die erpresste Beute anschließend von Komplizen persönlich beim Opfer abgeholt.
Was die Polizei tatsächlich tut — und was nicht
Die Kriminalprävention stellt klar: Die Polizei ruft in keinem der genannten Szenarien an, fordert kein Geld am Telefon und erkundigt sich nicht nach dem Vermögen von Bürgerinnen und Bürgern. Uniformierte Beamte erscheinen nur persönlich — und nehmen dabei niemals Bargeld, Gold oder Schmuck mit.
Schutzmaßnahmen auf einen Blick
- Keine Auskunft über Vermögen oder Bankdaten am Telefon geben.
- Verlangt eine angebliche Autoritätsperson Verschwiegenheit, ist das ein deutliches Warnsignal.
- Druck abwehren: Ausrede erfinden und auflegen.
- Keine Unbekannten in die Wohnung lassen; von angeblichen Polizisten stets den Dienstausweis verlangen.
- Im Zweifelsfall die angeblich betroffene Person direkt oder über Vertrauenspersonen kontaktieren.
- Wer sich doch zu einer außergewöhnlichen Barabhebung verleiten lässt, soll Bankangestellte ansprechen und deren Warnungen ernst nehmen.
- Verdächtige Anrufe unter der Notrufnummer 133 melden.
Die Polizei empfiehlt außerdem, ältere Menschen im persönlichen Umfeld und in der Gemeinde aktiv auf diese Betrugsformen hinzuweisen. Weiterführende Informationen und Tipps sind auf der Homepage des Bundeskriminalamts unter dem Bereich „Sicher vor Betrügereien" abrufbar.
Source: Kleine Zeitung