Berliner Bezirk Lichtenberg verweigert US-Anti-Hacker-Software den Zugang

Nach einem Hackerangriff auf Berlin-Lichtenberg lehnt der Bezirk die vom Senat beauftragte US-Software ab. Sensible Daten, darunter Gehaltslisten, landeten im Darknet.

Lichtenberg blockiert Senats-Software nach Hackerangriff

Nach einem Hackerangriff auf den Berliner Bezirk Lichtenberg verweigert die Bezirksverwaltung der vom Senat beauftragten US-amerikanischen IT-Sicherheitsfirma den Zugang zu ihren Systemen. Das berichtet Google News LU DE unter Berufung auf Meldungen von rbb24, Tagesspiegel und weiteren Berliner Medien.

Bei dem Angriff gelangten zahlreiche sensible Daten ins Darknet — darunter Gehaltslisten sowie interne Dokumente, die auch das Bundeskanzleramt betreffen sollen. Der Grünenpolitiker Konstantin von Notz bezeichnete die Datenlecks laut Spiegel als „echten Daten-Super-GAU".

Der Tagesspiegel berichtete von „erheblichen Bedenken" seitens des Bezirks gegenüber der vom Senat vorgeschlagenen Lösung. Lichtenberg lehnt den IT-Zugang für die externe Firma trotz des laufenden Sicherheitsvorfalls ab, was die Koordination zwischen Bezirk und Landesebene erschwert.

Die Tagesschau stellte unterdessen die Frage, welche konkreten Gefahren durch die Veröffentlichung der gestohlenen Daten entstehen. Behörden und betroffene Stellen äußerten sich bislang nicht im Detail zu möglichen Folgeschäden.

Der Vorfall verdeutlicht die Spannungen zwischen Berliner Bezirken und dem Senat in Fragen der Cybersicherheit — insbesondere beim Einsatz externer, ausländischer Dienstleister nach einem gravierenden Datenleck.

Source: Google News LU DE

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