Faustschläge nach Judo-Kampf in Leipzig: Gegner mit Kieferbruch operiert
Judoka Akaki Japaridze schlug seinen Gegner Timo Cavelius nach einem Bundesliga-Kampf krankenhausreif. Die Polizei ermittelt, eine lange Sperre droht.

Gewaltausbruch in der Judo-Bundesliga: Faustschläge, Kieferbruch, Polizeieinsatz
Ein Gewaltvideo aus der Judo-Bundesliga sorgt bundesweit für Entsetzen: Wie welt.de berichtet, griff der Leipziger Kämpfer Akaki Japaridze (24) seinen Gegner Timo Cavelius (29) unmittelbar nach Ende eines Kampfes mit drei Faustschlägen an – einer rechten Geraden, einem linken Haken und einer weiteren Rechten, als das Opfer bereits blutend am Boden lag.
Der Vorfall ereignete sich am Samstag beim Heimspiel des JC Leipzig gegen den TSV Abensberg aus Niederbayern, das die Gastgeber mit 8:6 gewannen. Cavelius hatte den vorletzten Kampf in der Verlängerung für sich entschieden und anschließend provokativ mit geballter Faust in Richtung des Georgiers gejubelt – kurz darauf schlug Japaridze zu. Weitere Hiebe verhinderten andere Kämpfer, die eingriffen. Die Szene ist in einem Video der ARD dokumentiert.
Cavelius, der bei den Olympischen Spielen in Paris den 17. Platz belegt hatte, erlitt nach Angaben der „Leipziger Volkszeitung" einen Kieferbruch und verlor zwei Zähne. Noch am selben Abend wurde er in der Leipziger Universitätsklinik operiert. Der betreffende Kampf hatte für das Ergebnis der Begegnung keine Bedeutung mehr, der Sieg des JC Leipzig stand zu diesem Zeitpunkt bereits fest.
Japaridze wurde unmittelbar nach dem Vorfall disqualifiziert, die Polizei eingeschaltet. Der georgische Kämpfer reiste anschließend unbehelligt ab, doch drohen ihm sowohl strafrechtliche als auch sportliche Konsequenzen. Eine lange oder sogar lebenslange Sperre gilt als möglich; auch seinem Verein könnten Sanktionen drohen.
Der JC Leipzig distanzierte sich in einer Stellungnahme ausdrücklich von der Aktion seines Sportlers: „Gewalt hat in unserem Sport keinen Platz. Als Judoka stehen wir für Respekt, Toleranz, Fairness und gegenseitige Achtung."
Source: Google News DE — Crime (de)