Hackerangriff auf Berlin: Geheime Infrastrukturpläne und Sicherheitsdaten veröffentlicht
Nach einem Hackerangriff auf Berlin wurden 5,79 Terabyte sensibler Daten veröffentlicht – darunter Pläne des Kanzleramts und Notfallkonzepte für Strom und Wasser.

Berliner Behördendaten nach Hackerangriff massenhaft im Netz
Rund 48 Stunden nach dem Bekanntwerden eines Cyberangriffs auf die Berliner Verwaltung sind laut BILD massive Mengen sensibler Behördendaten öffentlich zugänglich geworden. Betroffen sind demnach Pläne des Kanzleramts, Notfallkonzepte für die Strom- und Wasserversorgung sowie Unterlagen zum Katastrophenschutz.
Darüber hinaus sollen auch Daten zu Gefängnissen, zur Bundeswehr und zu Rüstungsunternehmen unter den veröffentlichten Informationen sein. Ein BILD-Rechercheteam arbeitet sich nach eigenen Angaben durch insgesamt 5,79 Terabyte an Daten.
Experten warnen laut BILD, dass die geleakten Unterlagen potenziellen Angreifern in einem Konfliktfall erheblichen Nutzen verschaffen könnten. Der entstandene Schaden sei kaum rückgängig zu machen.
Die Urheberschaft des Angriffs wird einer Erpressergruppe zugeschrieben. Über konkrete Lösegeldforderungen oder den genauen Hergang des Einbruchs in die Systeme machte BILD zunächst keine weiteren Angaben. Wie verwundbar kritische Infrastruktur selbst in der Hauptstadt ist, macht der Vorfall nach Einschätzung von Sicherheitsexperten auf drastische Weise deutlich.
Source: BILD