Hackerangriff auf Berliner Landesnetz: Senat unter scharfer Kritik

Hacker veröffentlichten Daten aus dem Berliner IT-Netz im Darknet – darunter offenbar sicherheitsrelevante Informationen. Der Umgang des Senats mit dem Angriff stößt auf harsche Kritik.

Berliner Hackerangriff: Datenleak im Darknet, Senat in der Kritik

Google News LU DE berichtet über einen schwerwiegenden Cyberangriff auf das Berliner Landesnetz, der offenbar gravierender ausfällt als zunächst angenommen. Hacker haben nach dem Angriff mehr als eine Million Datensätze aus dem Berliner IT-Netz im Darknet veröffentlicht – darunter nach übereinstimmenden Medienberichten auch sicherheitsrelevante Informationen, unter anderem zu nuklearen Gefahren.

Der Berliner Senat steht wegen seines Umgangs mit dem Vorfall unter erheblichem Druck. Kritiker werfen den Verantwortlichen Hilflosigkeit vor. „Das zeugt schon von einer gewissen Hilflosigkeit", zitiert der Tagesspiegel aus Reaktionen auf das Krisenmanagement des Senats.

Tagesschau.de und Deutschlandfunk bestätigten unabhängig voneinander, dass die gestohlenen Daten tatsächlich im Darknet kursieren. Der Spiegel berichtete, die Datenmenge übersteige die ursprünglich kommunizierten Schätzungen deutlich. Wie die Angreifer Zugang zum Berliner Landesnetz erlangten und wie lange sie dort aktiv waren, ist laut den vorliegenden Berichten noch nicht abschließend geklärt.

Der Vorfall wirft Fragen über die IT-Sicherheitsarchitektur der Berliner Landesverwaltung auf. Ob und welche personenbezogenen Daten von Bürgerinnen und Bürgern betroffen sind, wurde bislang nicht offiziell bestätigt.

Source: Google News LU DE

Read this article in English