Hamburg: Prozess gegen mutmaßlichen Anführer der Nord-Stream-Saboteure

Ein ukrainischer Mann sitzt in Hamburg vor Gericht. Ermittler werfen ihm vor, ein Kommando beim Anschlag auf die Gaspipelines angeführt zu haben.

Hamburg: Prozess gegen mutmaßlichen Anführer der Nord-Stream-Saboteure

Anklage gegen ukrainischen Saboteur in Hamburg

Am 26. September 2022 zerstörten mehrere Sprengladungen die Erdgas-Pipelines Nord Stream 1 und Nord Stream 2 in der Ostsee. Seitdem fließt über diese Route kein russisches Erdgas mehr nach Europa. Nach Angaben von Süddeutsche Zeitung führt die Ermittlerspur in die Ukraine.

Die deutschen Behörden werfen sieben ukrainische Männer vor, hinter dem Anschlag zu stecken. Ihr mutmaßlicher Anführer, ein Mann namens Serhij K., sitzt seit Mittwoch auf der Anklagebank in Hamburg. Gegen ihn haben Ermittler eine Beweiskette aufgebaut.

Ein Beweis ist zentral: Serhij K. soll in einem der Fahrzeuge gesessen haben, mit denen das ukrainische Kommando Ausrüstung zur Ostsee transportierte. Ein zweites Indiz wiegt schwer – aus der italienischen Auslieferungshaft heraus führte er nach Behördenangaben ein aufgezeichnetes Telefonat mit seiner Ehefrau in der Ukraine, das sich als belastend erwies.

In der Öffentlichkeit kursierten lange Theorien über den Urheber: Einige verdächtigten die USA, andere zeigten auf Russland. Die Ermittler sind sich nun nach eigenen Angaben sicher, dass die ukrainische Seite den Anschlag durchführte.

Source: Süddeutsche Zeitung

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