Neonazi (71) hetzt im Münchner Gerichtssaal weiter – Urteil im Oktober erwartet

Der mehrfach vorbestrafte Holocaustleugner Alfred S. störte seinen eigenen Prozess mit antisemitischen Thesen. Das Urteil soll im Oktober fallen.

Neonazi (71) hetzt im Münchner Gerichtssaal weiter – Urteil im Oktober erwartet

Vorbestrafter Antisemit stört Prozess mit Hass-Parolen

Laut BILD stand der 71-jährige Holocaustleugner Alfred S. aus Tutzing (Bayern) am Montag erneut vor dem Münchner Landgericht – angeklagt wegen Volksverhetzung, Hitlergruß und Mordaufrufen. Der mehrfach vorbestrafte Mann nutzte den Beginn des Prozesses, um menschenverachtende Thesen in den Gerichtssaal zu rufen, noch bevor die Verhandlung überhaupt begonnen hatte.

Auf YouTube und Telegram hatte Alfred S. antisemitische Inhalte verbreitet, den Holocaust geleugnet und zur Gewalt gegen Juden aufgerufen. Als die Staatsanwältin die Anklageschrift fast eine Stunde lang vorlas, nickte der Angeklagte wiederholt zustimmend, lachte amüsiert und streckte trotz angelegter Handschellen mehrfach den rechten Daumen in die Höhe.

Anschließend klagte er über seine Fesselung: „Ich bin ein Senior, ich verlange Menschlichkeit." Kurz darauf forderte er: „Wasser, ich brauche Wasser!" Den gesamten ersten Verhandlungstag trug er Bauchfesselgurt und Handschellen.

Die Vorsitzende Richterin Montoya Durango beendete die Vorstellung des Angeklagten knapp: „Die Handschellen bleiben, sie wissen genau, warum." Offenbar war es in einem früheren Verfahren gegen ihn zu Handgreiflichkeiten gekommen, weshalb die Sicherheitsmaßnahme angeordnet worden war.

Das Urteil der 3. Strafkammer am Münchner Landgericht soll im Oktober fallen.

Source: BILD

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