Urteil im Mordprozess Schrozberg: 37-Jähriger wegen Tötung seiner Ehefrau vor Gericht
Am Landgericht Ellwangen wird Mittwoch das Urteil gegen einen Familienvater erwartet, der seine Frau hinter ihrem gemeinsamen Dönerimbiss erschossen hat. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm heimtückischen Mord vor, die Verteidigung spricht von Totschlag.

Urteil im Mordprozess Schrozberg erwartet
Am Landgericht Ellwangen könnte Mittwoch das Urteil gegen einen 37-jährigen Mann aus Schrozberg (Kreis Schwäbisch Hall) fallen, berichtet swr.de. Der Angeklagte hat gestanden, seine Ehefrau im Februar hinter ihrem gemeinsam betriebenen Dönerimbiss erschossen zu haben. Umstritten sind allerdings die rechtlichen Konsequenzen des Handelns.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann heimtückischen Mord vor. Sie begründet die Anklage mit niederen Beweggründen und geht davon aus, dass Eifersucht das Motiv war. Der Angeklagte habe seine Frau abgepasst und mit mehreren Schüssen getötet. Der Verteidiger bringt dagegen Totschlag vor: Sein Mandant habe in einem Streit aus dem Affekt heraus gehandelt und befand sich in einem emotionalen Ausnahmezustand.
Am Mittwoch sollen zunächst die Plädoyers der Anklage und Verteidigung gehört werden. Das Urteil könnte danach folgen. Der Prozess war zeitweise gefährdet, nachdem ein Schöffe während der Verhandlung eingeschlafen war – die Verteidigung hatte eine Befangenheit geltend gemacht. Das Gericht lehnte den Antrag ab, das fragliche Waffengutachten wurde daraufhin wiederholt.
Die Tötung hat die kleine Stadt Schrozberg erschüttert. Unter den Bürgern herrsche großer Schock, heißt es in Medienberichten. Zahlreiche Einwohner zeigen Anteilnahme, auch eine Spendenaktion für die hinterbliebene Familie wurde gestartet.
Source: Google News DE — Crime (de)