Zehn Jugendliche prügeln Schüler in Frankfurt (Oder) zusammen

Mehrere Jugendliche traten und schlugen einen Schüler vor einer Oberschule krankenhausreif. Die Polizei ermittelt gegen zehn Tatverdächtige zwischen 13 und 15 Jahren.

Zehn Jugendliche prügeln Schüler in Frankfurt (Oder) zusammen

Brutaler Angriff auf Schüler dokumentiert

Tagesspiegel.de berichtet von einem brutalen Überfall auf einen Schüler in Frankfurt (Oder). Der Angriff ereignete sich bereits am Mittwoch vor einer Oberschule; mehrere Jugendliche traten und schlugen das Opfer zu Boden. Der Junge erlitt Gesichtsverletzungen und musste in ärztliche Behandlung.

Die Polizei ermittelt nach eigenen Angaben gegen zehn Tatverdächtige im Alter zwischen 13 und 15 Jahren. Bei ihnen handelt es sich um Kinder und Jugendliche deutscher, polnischer, russischer und syrischer Nationalität. Ihnen werden gefährliche Körperverletzung und Raub vorgeworfen.

Ein Video, das der Polizei vorliegt, dokumentiert den Angriff. Darauf sind etwa zehn Jugendliche zu sehen, die einen anderen Jungen zunächst bedrängen, dann auf ihn einschlagen und treten – auch gegen den Kopf. Die Tätlichkeiten setzen sich fort, als das Opfer bereits zu Boden liegt. Die Polizei bewertet das Video als authentisch.

Oberbürgermeister zeigt sich entsetzt

Der Oberbürgermeister von Frankfurt (Oder), Axel Strasser (parteilos), reagierte auf den Vorfall mit deutlicher Ablehnung. „Was einem jungen Menschen hier in Frankfurt (Oder) angetan wurde, macht mich fassungslos", teilte er auf Instagram mit. Er forderte, dass Kinder ohne Angst und Gewalt zur Schule gehen und sich frei bewegen können.

Strasser betonte, dass die Stadt sich an solche Bilder nicht gewöhnen dürfe. Er kündigte an, sich dafür einzusetzen, dass die zuständigen Stellen die richtigen Konsequenzen ziehen. Die Polizei plant Sicherheitsgespräche mit der Stadt, dem Schulamt und weiteren Partnern, um Handlungsmöglichkeiten zu erörtern.

Teil einer Serie von Gewalttaten

Der Vorfall ist kein Einzelfall in Brandenburg. Innenminister Jan Redmann (CDU) kündigte kürzlich wegen einer Serie von Gewalttaten in Potsdam härtere Konsequenzen an. Verdächtige mit syrischer Staatsangehörigkeit sollen möglichst in ihr Herkunftsland zurückgeführt werden. Nach den Vorfällen richtete die Polizei eine Ermittlungsgruppe ein, Potsdam schuf eine Taskforce Jugendgewalt.

In Cottbus zeigten sich die Bemühungen zur Gewaltbekämpfung an Schulen teilweise erfolgreich. Oberbürgermeister Tobias Schick (SPD) berichtete von einem veränderten Sicherheitsgefühl auf den Schulhöfen durch verschiedene Maßnahmen – darunter zusätzliche Präventionsangebote, Gefährderansprachen in Familien und die Stärkung von Hilfsangeboten. An besonders betroffenen Schulen wurde Sicherheitspersonal eingesetzt; einige „delinquente Kinder" wurden aus der Regelschule genommen und gesondert geschult.

Source: BILD

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