Jimi Blue Ochsenknecht zu 34.500 Euro verurteilt – Hotelrechnung in Tirol
Das Landesgericht Innsbruck verurteilte den Schauspieler wegen schweren Betrugs. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Verurteilung in Innsbruck: 34.500 Euro Strafe für Ochsenknecht
Das Landesgericht Innsbruck hat den deutschen Schauspieler und Reality-TV-Darsteller Jimi Blue Ochsenknecht wegen schweren Betrugs zu einer Geldstrafe von 34.500 Euro verurteilt. Wie n-tv.de berichtet, lag dem Urteil eine jahrelang unbezahlte Hotelrechnung in Österreich zugrunde.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Weder die Staatsanwaltschaft noch die Verteidigung äußerten sich unmittelbar nach der Verhandlung dazu, wie die „Tiroler Tageszeitung" und die Nachrichtenagentur APA meldeten.
Ochsenknecht hatte laut seinem österreichischen Verteidiger die Verantwortung für sein Handeln übernommen, bekannte sich jedoch nicht schuldig im Sinne der Anklage. Der 34-Jährige nahm nicht persönlich an der Verhandlung teil, sondern ließ sich durch seinen Anwalt vertreten.
Der Ursprung des Falls reicht in das Jahr 2021 zurück: Ochsenknecht feierte seinen 30. Geburtstag in einem Vier-Sterne-Hotel im Tiroler Grenzgebiet zu Bayern. Die dabei aufgelaufene Rechnung von knapp 14.000 Euro blieb zunächst unbezahlt. Erst nachdem er per Haftbefehl gesucht und Ende Juni 2025 in Hamburg festgenommen worden war, wurde der Betrag beglichen. Anschließend wurde er nach Österreich ausgeliefert und dort gegen Kaution freigelassen.
Beim ersten Verhandlungstermin im August 2025 hatte Ochsenknecht noch persönlich teilgenommen. Die zuständige Richterin entschied damals, kein Urteil zu fällen und stattdessen eine Diversion anzuwenden – ein nach österreichischem Recht mögliches Verfahren, das den Prozess gegen Zahlung einer Geldbuße von 18.000 Euro abschließen sollte. Die Staatsanwaltschaft legte dagegen jedoch erfolgreich Berufung ein, woraufhin das Verfahren fortgesetzt wurde.
Die bereits überwiesene Buße von 18.000 Euro wird auf die nun verhängte Strafe angerechnet. Ochsenknecht müsste demnach nur noch den verbleibenden Differenzbetrag entrichten.
Source: Google News LU DE