Jugendlicher flüchtet auf E-Scooter in Favoriten: Warnschüsse und 5.260 Euro Strafe

Ein 15-jähriger Afghane floh am Montagabend in Wien-Favoriten vor Polizisten auf einem E-Scooter. Sein Gefährt erreichte 41 km/h – die Strafe beläuft sich auf 5.260 Euro.

Jugendlicher flüchtet auf E-Scooter in Favoriten: Warnschüsse und 5.260 Euro Strafe

Flucht durch Park und Wohnhausanlage endet am Amalienbad

Ein 15-jähriger Afghane hat am Montagabend in Wien-Favoriten eine ausgedehnte Verfolgungsjagd ausgelöst, bei der Polizisten zwei Schreckschüsse abgaben. Wie Google News AT — Crime (de) berichtet, endete die Flucht erst nach einer Fahndung im Bereich des Amalienbades.

Gegen 20.15 Uhr waren Beamte der Bereitschaftseinheit Wien im Rahmen eines Schwerpunkts gegen Jugendkriminalität unterwegs. Dabei beobachteten sie zwei Jugendliche bei der Übergabe eines unbekannten Gegenstandes, was den Verdacht auf Suchtmittel weckte. Als die Polizisten eine Kontrolle durchführen wollten, bestieg einer der Jugendlichen einen E-Scooter und fuhr davon – mehrere Anhalteaufforderungen ignorierte er.

Die Beamten nahmen zunächst mit dem Streifenwagen die Verfolgung auf. Der Jugendliche floh unter anderem durch den Alfred-Böhm-Park und eine angrenzende Wohnhausanlage, woraufhin die Polizisten die Verfolgung zu Fuß fortsetzten. Ein Beamter kündigte den Waffengebrauch an und gab anschließend zwei Schreckschüsse in Richtung einer Grünfläche ab – auch das hielt den Flüchtenden nicht auf. Zunächst gelang ihm die Flucht.

Wenig später entdeckten Einsatzkräfte den 15-Jährigen erneut im Bereich der Favoritenstraße. Wieder versuchte er, mit dem E-Scooter zu entkommen. Beamte der Bereitschaftseinheit stoppten ihn schließlich im Bereich des Amalienbades.

Beamte der Landesverkehrsabteilung nahmen das Fahrzeug anschließend genauer unter die Lupe: Bei einem Rollentest wurde eine Höchstgeschwindigkeit von 41 km/h gemessen. Über die gesamte Flucht hinweg stellte die Polizei 17 Verkehrsübertretungen fest. Ein Schnellrichter verhängte gegen den Jugendlichen unmittelbar eine Strafverfügung in Höhe von 5.260 Euro.

Ob es sich bei der ursprünglich beobachteten Übergabe tatsächlich um Suchtmittel handelte, ist laut Polizei noch nicht geklärt.

Source: Google News AT — Crime (de)

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