Betrüger geben sich als Tigermücken-Kontrolleure aus – Einbruchsgefahr in Riehen BS

In Riehen BS klingeln Betrüger mit gefälschten Westen an Haustüren und geben sich als Tigermücken-Kontrolleure aus. Die Gemeinde warnt und rät, bei Verdacht sofort die Polizei zu rufen.

Betrüger geben sich als Tigermücken-Kontrolleure aus – Einbruchsgefahr in Riehen BS

Falsche Tigermücken-Kontrolleure erschleichen sich Zutritt in Riehen BS

In Riehen BS nutzen Kriminelle die verbreitete Angst vor der asiatischen Tigermücke für eine neue Betrugsmasche. Wie Blick berichtet, klingeln Unbekannte in gefälschten Westen an Haustüren und geben sich als Tigermücken-Kontrolleure der Gemeinde aus – mit dem Ziel, Zutritt zu privaten Häusern zu erhalten.

Die Täter suchen dabei gezielt nach Schwachstellen an Gebäuden, die sie später für Einbrüche nutzen könnten. Die Gemeinde Riehen stellt klar: Sie führe keine offiziellen Tigermücken-Kontrollen an der Haustür durch. Auf ihrer Website ruft sie die Bevölkerung zur Wachsamkeit auf: «Sollte eine verdächtige Person bei Ihnen klingeln und um Einlass bitten, verständigen Sie umgehend die Polizei via Notruf 117. Die Polizei bittet dabei um eine möglichst genaue Personenbeschreibung.»

Die Tigermücke bietet dafür einen glaubwürdigen Vorwand. Das Insekt kann Krankheiten wie Dengue-Fieber oder das Zika-Virus übertragen, was laut dem Bundesamt für Gesundheit BAG schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben kann. Bei Schwangeren besteht das Risiko neurologischer Schäden beim Fötus. In der Region Basel fühlt sich das Insekt besonders wohl – die Sensibilisierung der Bevölkerung ist entsprechend hoch.

Betrüger werden immer kreativer

Die Tigermücken-Masche reiht sich in eine Serie von Betrugsversuchen ein, die Blick in den vergangenen Wochen dokumentiert hat.

Im Juni meldete ein Blick-Leser eine gefälschte E-Mail im Namen der Serafe AG mit dem Betreff «Tarifanpassung 2026». Darin wurde eine Rückerstattung von knapp 1000 Franken versprochen – unter der Bedingung, Bank- oder Kreditkartendaten in einem angeblichen Kundenportal einzugeben. Die Serafe bestätigte auf Anfrage von Blick, dass ihr solche Betrugsversuche bekannt sind, und rät Betroffenen, keine Links anzuklicken und keine Zahlungsdaten einzugeben.

Ebenfalls aktuell ist eine gefälschte SBB-Website, vor der das Portal Cybercrimepolice.ch am Donnerstag warnte. Kriminelle kopieren die Webseite der Bundesbahnen bis ins Detail, um ahnungslose Nutzer zur Dateneingabe zu verleiten. Nur die URL weicht minimal vom Original ab. Die SBB erklärten auf Anfrage, sie beobachteten die Lage intensiv und meldeten neue Phishing-Seiten umgehend dem Bundesamt für Cybersicherheit.

Auch die Hitzewelle dieses Sommers wurde für Betrug genutzt. Ein Blick-Leser aus dem Thurgau bestellte im Juli ein angeblich günstiges Klimagerät, das ohne Installation mehrere Räume gleichzeitig kühlen sollte. Das Gerät kam nie an. «Sie schrieben, sie hätten meine Bestellnummer verloren – und bräuchten meine Angaben nochmals», sagt der 60-Jährige. Er war Betrügern aus Hongkong aufgesessen.

Source: Blick

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