Schießerei in Aarau: Eine Tote, sechs Verletzte bei Techno-Party

Ein Mann feuerte in Aarau mehr als 40 Schüsse in eine Menge und tötete eine Frau. Der mutmaßliche Täter stellte sich in Delsberg.

Schießerei in Aarau: Eine Tote, sechs Verletzte bei Techno-Party

Mutmaßlicher Schütze von Aarau stellt sich den Behörden in Delsberg

Der mutmaßliche Schütze, der am Wochenende bei einer Techno-Party in Aarau das Feuer auf eine Menschenmenge eröffnet hatte, hat sich in Delsberg selbst gestellt. Wie SRF berichtet, feuerte der Mann mehr als 40 Mal in die Menge – eine Frau starb, sechs weitere Personen wurden verletzt. Das Motiv bleibt unklar.

Die Kantonspolizei Aargau wertete die Festnahme dennoch als Erfolg. Laut SRF war die Polizei dem Mann während der Fahndung dicht auf den Fersen. Der massive Fahndungsdruck – an dem Einsatzkräfte mehrerer Polizeikorps beteiligt waren – dürfte den Beschuldigten dazu bewogen haben, sich den Behörden zu stellen.

Beschuldigter macht von Aussageverweigerungsrecht Gebrauch

Der Beschuldigte schwieg gegenüber den Ermittlern. Warum er in die Menge schoss, ist weiterhin ungeklärt. Die Polizei vermutet eine psychische Erkrankung als möglichen Hintergrund. Staatsanwalt Christoph Rüedi erklärte an der Medienkonferenz: «Wir haben Anhaltspunkte, dass der Täter psychisch angeschlagen war. Wir haben aber keine Dokumentationen dazu, diese müssen wir im Strafprozess korrekt anfordern.»

Täter besaß zwei Pistolen und eine Kalaschnikow

Besondere Aufmerksamkeit gilt der Bewaffnung des Mannes: Er hatte zwei Pistolen sowie eine Kalaschnikow bei sich. Die Polizei erklärte, er habe die Waffen vor rund 20 Jahren erworben. Nach dem heute geltenden Waffenrecht wäre ein solcher Kauf nicht mehr möglich. Der Fall wirft damit Fragen zur bestehenden Besitzstandswahrung im Schweizer Waffenrecht auf.

Reaktionszeit der Polizei umstritten

An der Medienkonferenz erwähnte eine Journalistin Zeugenberichte, wonach es bis zu einer halben Stunde gedauert habe, bis die Polizei den Tatort gesichert hatte. Polizeisprecher Schildknecht wies dies zurück: Die Einsatzkräfte seien «innert Minuten» vor Ort gewesen.

Die Kantonspolizei Aargau schloss die Medienkonferenz im Anschluss ab. Eine vollständige Zusammenfassung der Erkenntnisse wurde separat veröffentlicht.

Source: SRF

Read this article in English