Berlin: Schusswaffendelikte im ersten Halbjahr 2026 um vier Prozent gestiegen

Die Berliner Polizei registrierte im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 585 Delikte mit Schusswaffengebrauch, davon 261 tatsächliche Schussabgaben. Die Spezialeinheit Ferrum ermittelt seit ihrer Gründung in über 700 Fällen.

Berlin: Waffeneinsätze nehmen zu

Laut zeit.de registrierte die Berliner Polizei im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 585 Delikte mit Schusswaffengebrauch, darunter 324 Bedrohungen und 261 Schussabgaben. Im Vorjahreszeitraum waren es 561 Fälle gewesen. Die Statistik erfasst auch Schreckschusswaffen, Reizstoffwaffen und Signalwaffen.

65 Mal handelte es sich dabei um scharfe Schusswaffen, in 62 Fällen ermittelt die Polizei wegen Straftaten. Zwei Menschen starben, 118 weitere wurden als Geschädigte erfasst. Die im November 2025 gegründete Spezialeinheit Ferrum verfolgt gezielt Schusswaffengebrauch im Bereich der organisierten Kriminalität. Die Einheit leitete seit ihrer Gründung 708 Ermittlungsverfahren ein, erwirkte 77 Haftbefehle und stellte 73 scharfe Waffen sicher.

Am Samstagmorgen gab es einen Schusseinsatz auf eine Bar in Charlottenburg-Wilmersdorf. Mehrere Schüsse wurden auf die Fensterfront abgegeben, während sich Gäste in dem Lokal befanden. Es gab keine Verletzten. Ferrum ermittelt auch zu einer Explosion am Stuttgarter Platz vor gut zwei Wochen und Schüssen auf eine Hausfassade und ein Café in Neukölln. Bei der Berliner Staatsanwaltschaft ist die Ermittlungsgruppe Telum für die Verfahren zuständig.

Source: Google News DE — Crime (de)

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