Brand im Kehlsteinhaus: Festnahme und laufende Löscharbeiten
Nach einem Grossbrand im Kehlsteinhaus bei Berchtesgaden wurde eine verdächtige Person vorläufig festgenommen. Die Löscharbeiten dauerten bis in den Morgen an.

Verdächtige Person nach Brand im historischen Kehlsteinhaus festgenommen
Wie bluewin.ch berichtet, ist in der Nacht auf Samstag ein Grossbrand in der Berggaststätte Kehlsteinhaus am Obersalzberg bei Berchtesgaden ausgebrochen. Eine verdächtige Person wurde vorläufig festgenommen, wie die Polizei Oberbayern am frühen Morgen mitteilte. Ob die festgenommene Person in einem direkten Zusammenhang mit dem Brand steht, werde noch untersucht.
Die ersten Rettungskräfte trafen laut Polizeipräsidium Oberbayern Süd am Freitagabend um 21.52 Uhr ein und stellten dabei einen Grossbrand fest. Gegen 7.00 Uhr morgens brannte es laut einem Polizeibeamten noch immer in der Gaststätte. Die Kriminalpolizei Traunstein hat die Ermittlungen zur Brandursache übernommen.
Die Löscharbeiten gestalteten sich aufgrund der exponierten Lage des Gebäudes als besonders anspruchsvoll. Die Anfahrt mit den Löschzügen war schwierig, und das unmittelbare Umfeld sowie das Gebäude selbst konnten nur mit schwerer Atemschutzausrüstung betreten werden. Von Verletzten geht die Polizei nach bisherigen Erkenntnissen nicht aus, da sich offenbar niemand im Kehlsteinhaus aufgehalten hatte.
Das Kehlsteinhaus – auch als Eagle's Nest bekannt – liegt auf 1.834 Metern Höhe und sollte in dieser Saison noch bis zum 8. November geöffnet bleiben, wie die Internetseite des Zweckverbandes Bergerlebnis Berchtesgaden vermerkt. Das Gebäude wurde 1938 fertiggestellt und befand sich innerhalb eines abgeriegelten Areals der nationalsozialistischen Führung. Seit 1952 dient es als Berggaststätte. Der Zweckverband hält dazu fest: «Erbaut 1937/38, sollte in der NS-Zeit das damals sogenannte Teehaus als politischer Repräsentationsort abseits der Öffentlichkeit dienen. Tatsächlich blieb die Bedeutung des Kehlsteinhauses gering.» Adolf Hitler habe das Gebäude vor allem genutzt, um Diplomaten und ausländische Gäste zu empfangen; die NS-Entourage nutzte es häufiger zur Erholung und für private Feiern. Eine Ausstellung im Haus widmet sich heute dieser Geschichte.
Source: Google News CH — Crime (de)