Block-Entführungsprozess: Hamburger Gericht verlängert bis Februar 2027

Das Verfahren gegen Christina Block wegen der Entführung ihrer Kinder wird deutlich länger dauern als geplant. Die Hamburger Unternehmerin und sechs weitere Angeklagte müssen sich 15 zusätzliche Verhandlungstage bis Februar 2027 stellen.

Block-Entführungsprozess: Hamburger Gericht verlängert bis Februar 2027

Kindesentführungsprozess wird erheblich verlängert

Das Landgericht Hamburg hat den Prozess gegen die Hamburger Unternehmerin Christina Block um 15 zusätzliche Verhandlungstermine bis zum 24. Februar 2027 verlängert. Wie eine Gerichtssprecherin dem DER SPIEGEL (Justiz & Kriminalität) mitteilte, waren ursprünglich Termine nur bis zum 18. Dezember geplant. Bislang fanden bereits 84 Verhandlungstage statt.

Block, 53, ist angeklagt, eine israelische Sicherheitsfirma damit beauftragt zu haben, ihre beiden jüngsten Kinder vom Wohnort des Vaters in Süddänemark nach Deutschland zu entführen. Nach einem erbitterten Sorgerechtsstreit sollen die Kinder ohne Zustimmung des Vaters verlegt worden sein. Block bestreitet die Anschuldigung. Neben Block stehen sechs weitere Angeklagte vor Gericht, darunter der frühere Sportmoderator Gerhard Delling, der ebenfalls alle Vorwürfe zurückweist.

Der Streit verzögert sich durch juristische Auseinandersetzungen über beschlagnahmte Tonaufnahmen einer Journalistin der Wochenzeitung Die Zeit. Ungeklärt ist bislang, ob Gespräche mit der entführten Tochter als Beweismittel verwendet werden dürfen. Der nächste Verhandlungstag ist für den 6. November angesetzt. Ein dänisches Gericht entschied inzwischen, dass Block Unterhalt für die drei Kinder zahlen muss, allerdings in geringerem Umfang als vom Vater gefordert.

Source: DER SPIEGEL (Justiz & Kriminalität)

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