Brandanschlag auf Münchner Rüstungsfirma: Spur nach Russland, zwei Bulgaren in U-Haft

Zwei bulgarische Staatsbürger sitzen nach einem Brandanschlag auf Rüstungsfirmen in München in Untersuchungshaft. Laut Bild war der Verfassungsschutz bereits ab Juni gewarnt.

Verfassungsschutz wusste seit Juni von geplantem Anschlag auf Rüstungsunternehmen

Ein 38-jähriger Bulgare und eine 28-jährige Bulgarin befinden sich nach einem Brandanschlag auf Rüstungsfirmen in München in Untersuchungshaft. Das Landeskriminalamt (LKA) Bayern brachte die beiden Verdächtigen in separate Gefängnisse. Die Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET) bei der Generalstaatsanwaltschaft München wirft ihnen Sachbeschädigung und versuchte Brandstiftung vor.

Wie merkur.de berichtet, soll die Attacke eine längere Vorgeschichte haben. Laut Bild, die sich auf eigene Reporter beruft, verfügte der Verfassungsschutz bereits ab Juni über Hinweise auf einen geplanten Anschlag auf deutsche Rüstungsunternehmen im Auftrag russischer Nachrichtendienste. Die Münchener Polizei und das LKA sollen demnach bereits vor mehreren Wochen informiert und entsprechende Abwehrmaßnahmen eingeleitet worden sein.

Festgenommen wurden die beiden Verdächtigen am Donnerstag, 3. Juli, gegen 2 Uhr morgens an einer Esso-Tankstelle am Innsbrucker Ring – rund zwei Stunden nach dem Anschlag. Sie saßen in einem weißen BMW. Ein Wachmann hatte das Fahrzeug zuvor am Tatort beobachtet, als ein Brandsatz explodierte.

Der Anschlag ereignete sich in der Nähe der Mühldorfstraße, wo die Rüstungsunternehmen Helsing und Rohde & Schwarz ansässig sind. Ziel soll laut merkur.de der Drohnenhersteller Helsing gewesen sein, der Kampfdrohnen an die Ukraine liefert.

Source: Google News LU DE

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