Gedenkbaum für CSD-Anschlagsopfer in Berlin erneut zerstört
Unbekannte haben den Gedenkbaum für die Opfer des islamistischen Anschlags auf den Berliner CSD aus der Erde gerissen. Es ist bereits die zweite Attacke auf den Erinnerungsort.

Erneuter Angriff auf Berliner Gedenkstätte für CSD-Opfer
Unbekannte haben in Berlin den Gedenkbaum für die Opfer des islamistischen Anschlags auf den Christopher Street Day (CSD) aus der Erde gerissen. Wie WELT unter Berufung auf den Berliner „Tagesspiegel" berichtet, bemerkte eine Polizeistreife den beschädigten Ahorn in der Nacht zum Sonntag gegen 1.30 Uhr im Vorbeifahren.
Neben dem Baum wurden auch das Schutzgitter sowie weitere Gegenstände in der Umgebung beschädigt oder zerstört. Nach Angaben eines Polizeisprechers sei der Baum „aus der Erde gedrückt" worden. Die Polizei ermittelt wegen gemeinschaftlicher Sachbeschädigung.
Der Gedenkort war erst wenige Wochen nach dem islamistischen Anschlag eingerichtet worden. An der Stelle eines zuvor gefällten Baumes war ein neuer Ahorn gepflanzt worden. Das Bezirksamt Mitte hatte daneben eine Bank in Regenbogenfarben aufgestellt. Diese war bereits Anfang der Woche schwer beschädigt worden und inzwischen zur Reparatur abgebaut.
Werner Graf, Fraktionsvorsitzender der Berliner Grünen, reagierte mit scharfen Worten auf die erneute Attacke. „Ich bin voller Wut und Fassungslosigkeit, aber auch trotzig", sagte er. Die queere Community werde ihren Kampf für Freiheit nicht aufgeben: „Wir pflanzen diesen Baum wieder. So oft, wie es nötig ist."
Bei dem islamistischen Anschlag auf den Berliner CSD war eine Frau getötet worden; 31 weitere Menschen wurden verletzt.
Source: WELT