Hackerangriff auf Berlin: Bundeswehr- und Infrastrukturdaten im Darknet aufgetaucht

Nach dem Angriff auf das Berliner Landesnetz wurden offenbar hochsensible Daten zu Bundeswehr und kritischer Infrastruktur veröffentlicht. Politiker fordern personelle Konsequenzen.

Hackerangriff auf Berlin: Bundeswehr- und Infrastrukturdaten im Darknet aufgetaucht

Bundeswehr- und Infrastrukturdaten nach Berlin-Hack geleakt

Wie Tagesschau berichtet, haben Hacker das Berliner Landesnetz angegriffen und ein umfangreiches Datenpaket im Darknet veröffentlicht. Laut Medienberichten befinden sich darin hochsensible Informationen zur kritischen Infrastruktur und zur Bundeswehr — darunter offenbar auch Unterlagen zum Erweiterungsbau des Kanzleramts, wie der Spiegel meldet.

Die Hackergruppe hatte die Berliner Landesregierung zunächst erpresst. Als das Ultimatum unbeantwortet verstrich, stellten die Angreifer am Freitag das Datenpaket online.

CDU-Sicherheitsexperte Roderich Kiesewetter bezeichnet den Vorfall als „Katastrophe noch nicht absehbaren Ausmaßes". Er warnt, dass geleakte Daten zur Gesamtverteidigung von Staaten wie Russland oder von Terroristen gezielt für Anschläge oder Sabotagemaßnahmen genutzt werden könnten.

Grünen-Fraktionsvize Konstantin von Notz nennt den Angriff einen „echten Daten-Super-Gau". Sollte sich herausstellen, dass Schutzmechanismen bewusst nicht eingehalten wurden, fordert er personelle Konsequenzen, sagte von Notz dem Handelsblatt. Darüber hinaus sieht er eine Mitverantwortung der Bundesregierung: Sie habe trotz wiederholter Warnungen bekannte Sicherheitslücken nicht geschlossen.

Ein Sprecher der Bundesregierung erklärte inzwischen, man führe eine intensive Prüfung der betroffenen Datensysteme durch und verfolge die laufenden Ermittlungen zum Hackerangriff genau.

Source: Tagesschau

Read this article in English