Kriminalstatistik 2025: Morde und Vergewaltigungen steigen trotz sinkender Gesamtkriminalität

Die Gesamtkriminalität in Deutschland sank 2025 um 5,6 Prozent – doch Mord, Totschlag und Vergewaltigungen nahmen deutlich zu.

Kriminalstatistik 2025: Morde und Vergewaltigungen steigen trotz sinkender Gesamtkriminalität

Gewaltdelikte nehmen zu – trotz rückläufiger Gesamtkriminalität in Deutschland

Trotz sinkender Gesamtkriminalität verzeichnet Deutschland bei schweren Gewaltdelikten einen deutlichen Anstieg. Das geht aus der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2025 hervor, über die BILD berichtet.

Die Behörden registrierten 2025 bundesweit rund 5,5 Millionen Straftaten – 5,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig stieg die Zahl der Fälle von Mord und Totschlag um 6,5 Prozent. Noch stärker fiel der Zuwachs bei Vergewaltigungen und besonders schweren sexuellen Übergriffen aus: plus 8,5 Prozent. Auch der sexuelle Missbrauch von Kindern nahm weiter zu.

Insgesamt registrierte die Polizei 212.335 Fälle von Gewaltkriminalität. Davon ereigneten sich 28,9 Prozent auf öffentlichen Straßen, Wegen oder Plätzen.

Am Samstag fand in Frankfurt die sogenannte „Trauerwache Deutschland" statt, bei der Veranstalter der Opfer schwerer Gewalt gedachten – darunter Menschen, die „infolge von Attentaten, Anschlägen oder schweren Gewalttaten im Zusammenhang mit Schutzsuchenden" ums Leben kamen. Eines der Opfer ist Marius Dick (22), ein Student aus Trier, der im Juli 2026 bei einer Messerattacke durch einen Afghanen getötet wurde. BILD veröffentlichte sein Foto mit Zustimmung seiner Eltern.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) präsentierte bei der Vorstellung der Statistik eine Grafik, die die Tatverdächtigen nach Herkunft aufschlüsselt. Demnach sind rund 43 Prozent der Tatverdächtigen keine deutschen Staatsangehörigen. Im Vergleich zu deutschen Tatverdächtigen lag die Zahl der Verdächtigen aus Syrien und Afghanistan laut Dobrindt rund zehnmal höher.

Bei männlichen jugendlichen Tatverdächtigen zeigt die Statistik je 100.000 Einwohner einen Wert von 3.710 nichtdeutschen gegenüber 1.070 deutschen Tatverdächtigen – mehr als dreimal so viele.

Source: BILD

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