Mordprozess nach Stadionkrawallen: Angeklagter soll Pflasterstein auf Polizist geworfen haben
Am Landgericht Magdeburg beginnt der zweite Verfahren nach Ausschreitungen beim Ost-Duell zwischen Magdeburg und Dresden. Ein 31-Jähriger soll einen Stein auf einen Polizisten geworfen haben.

Zweiter Mordprozess nach Fußball-Krawallen
Laut mdr.de hat am Landgericht Magdeburg der zweite Prozess im Zusammenhang mit Angriffen auf Polizisten beim Fußballspiel zwischen Magdeburg und Dresden im Januar begonnen. Ein 31-Jähriger ist angeklagt, einen etwa fünf Kilogramm schweren Pflasterstein geworfen und einen Polizeibeamten am Einsatzhelm getroffen zu haben.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, zumindest billigend in Kauf genommen zu haben, dass der Wurf tödliche Verletzungen hätte verursachen können. Sie klagt nach dem Mordmerkmal „niedrige Beweggründe". Der Angeklagte sitzt seit März in Untersuchungshaft und hat im Ermittlungsverfahren von seinem Schweigerecht Gebrauch gemacht. Bei einer Verurteilung droht eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren.
Das Landgericht verhandelt parallel einen ähnlichen Fall: Ein Mann aus Aschersleben soll eine Gehwegplatte auf Polizeikräfte geworfen und einen Beamten frontal am Helm getroffen haben. In diesem Verfahren hat die Polizei umfangreiches Videomaterial eingereicht, und der Angeklagte hat den Wurf eingeräumt. Auch hier wird versuchter Mord vorgeworfen. Die beiden Fußballvereine treffen sich in der kommenden Woche erneut — am 18. Oktober empfängt Dynamo Dresden den 1. FC Magdeburg.
Source: Google News DE — Crime (de)